Montag, 14. Dezember 2009

Yari 槍


(Bild mit freundlicher genehmigung von: http://nihonto.pri.ee/yari.html)

Zuerst tauchte der yari in der Kamakura Periode (14. Jhd) auf. Es gibt zwei Arten von yari, sankaku-yari and ryoshinogi-yari. Weiterhin existieren einige Dutzend Hauptgruppen von yari, einige sind unten aufgeführt. Wenn die yari Klinge lang ist, wird sie als su-yari oder omi-yari bezeichnet. Die Angel ist meist genauso lang wie die Klinge und weist ein bis zwei mekugi-ana auf, eines nahe der Klinge, das andere am Ende der Angel.



Yari Klingenformen



Kerakubi





Yari Hi


Das Ende der yari trug meistens eine Kappe aus Eisen, die ishizuki genannt wird. Auch hier gibt es verschiedene Formen.



Ishizuki


Yari, wurden gelegentlich auch als tanto oder wakizashi montiert und als Rüstungsstecher von Samurai getragen. Kleinere Spitzen waren bei Frauen als Dolch (kwaiken) oder als yari tanto beliebt. Die Angel (nakago) wurde dazu oft erheblich gekürzt um in eine tanto tsuka zu passen. Das bedeutete aber auch, dass eine auf der Angel vorhandene Signatur (mei)des Schmiedes deshalb oft fehlt.
Yari tanto haben für gewöhnlich einen dreieckigen Querschnitt im Gegensatz zum ken tanto die einen rautenförmiges Querschnitt aufweisen. Als tanto oder wakizashi montierte yari  haben normalerweise kein habaki und eine reduzierte kerakubi (Klingenansatz). Die Klingen wurden in unterschiedlichen Qualitäten gefertigt und einige weisen wunderschöne hada und hamon auf. Die hi wurde oft mit rotem Lack verziert.









Su-Yari aus der Sammlung des Autors. Ungewöhnliche katana Montierung mit jadeartig lackierter saya, tsuka mit grüner Wicklung und grünem same, sehr großem menuki. Ein auf diese Art montiertes yari ist ein Klingen- und Rüstungsbrecher.


Interessanter Link zum praktischen Einsatz im Kampf: http://www.yachigusaryu.com/blog/2006/08/one-handed-yari-technique-1.html
(Da finden sich noch mehr Beispiele!)

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