Samstag, 23. Januar 2010

Einige Begriffe und ihre Bedeutungen

Makiwara (巻藁, Maki - Rolle, umrollen und Wara - Stroh), ist ein aus Japan stammendes Sportgerät, das im Karate als Ziel am Schlagpfosten und im Kyudo, als Übungsziel, sowie im Tameshigiri in Form einer Tatami-Omote Rolle verwendet wird.

Tatami (畳, traditionell auch 疊, 疉 oder 疂) ist eine Matte aus Reisstroh, die in Japan als Fußboden in traditionell gestalteten japanischen Zimmern (Washitsu) verwendet wird. In der Nacht wird der Futon auf den Tatami ausgebreitet, um als Schlafstätte zu dienen.

Tatami Omote (表, Omote - Oberfläche, Außenseite), ist die äußere Schicht der Tatami Matte, die über den Kern aus Reisstroh gewickelt wird. Im Tameshigiri werden diese dünne Matte gerollt, in Wasser eingeweicht und als Ziel für die Schnittübungen verwendet. Somit ist auch die gerollte Tatami Omote Matte eine Makiwara. Große, besonders dicke Tatami Omote Rollen werden auch als O-Makiwara bezeichnet.

Dotanba (土壇場) nannte man in der Edo-Zeit die öffentliche Hinrichtungsstätte. Ein aus Erde (土) aufgeschüttetes Podium (壇), dort wurden die Leichen der Hingerichteten zur Schau gestellt.

Dotan auch Dodan (土壇) ist im Tameshigiri ein Ziel, bei dem mehrere horizontal gestapelte Tatami-Rollen übereinander liegen. Das obere Brett eines Ständers für Dodan-Schnitte sollte aus Weichholz bestehen, damit die Klinge geschont wird.

Tsuki auch Tzuki (突き) ist der Stich, hier mit dem Schwert in das Ziel. Im Tameshigiri werden auch Stiche geübt. Besonders Stiche in verschiedene Richtungen (auf verschiedene Ziele) zeigen bei der Drehung zum nächsten Gegner/Ziel, wie sich die Klinge verhält, wenn sie im Ziel stehen bleibt und dann wieder herausgezogen werden muss.

Kami Tatewari auch Kami Tachiwari (割 - Schneiden, Spalten) ist der Spalthieb von oben. Dabei wird eine einzelne Tatami-Rolle (manchmal auch eine dicke O-Makiwara) von oben der Länge nach durchtrennt.

Tasuki (襷). Dabei handelt es sich um ein Stoffband, das über beide Schultern geschlungen wird und so auf dem Rücken ein Kreuz bildet. Auf diese Art werden die Ärmel des Kimono oder des Gi fixiert und behindern nicht im Kampf oder beim Schneiden. Mit etwas Übung geht das Anlegen des Tasuki sehr schnell. Man kann auch eine (alte) Sageo als Tasuki zweckentfremden.



Anlegen des Tasuki
Das Tasuki auseinander falten und ein Ende in den Mund nehmen. Unter dem rechten Arm durchschlingen über den Rücken und die rechte Schulter legen. Dann unter dem rechten Arm durch und über den Rücken und die linke Schulter legen. Das eine Ende aus dem Mund nehmen und eine Schleife binden.


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