Donnerstag, 21. Januar 2010

Schnitt-Test / Bruch-Test

Eine interessante zum Schnittest fand ich auf der weiter unten vorgestellten Haidong Gumdo DVD. Ein Bruchtest mit Bokken.

Hierzu wird ein Stück Holz in zwei Schlaufen aus Papier gelegt, welche an zwei scharfen Schwertern (Shinken) hängen. Die Schinken werden dazu mit der Schneide nach oben gehalten.


Nun wird mit dem Klingenrücken des Bokken, konzentriert das Holz "geschnitten". Hierzu ist es absolut notwendig die Kraft bzw. Energie in den Punkt des Bokken zu lenken, mit dem das Holz "geschnitten" werden soll, hier der Bereich der Mono-Uchi, nur halt auf der Klingenrückseite. Dieser Schnitt ist ein Bruchtest, ähnlich wie im Taekwondo oder Karate, bei dem die Fokussierung der inneren Energien in die Klingenspitze das ganze Geheimnis darstellt.



Richtig ausgeführt, wird das Holz in der Mitte brechen, die beiden Papierschlaufen werden an der Schneide der Schinken nicht getrennt, vielmehr werden sie am unteren Ende, dort wo das Holz liegt, getrennt. Nach dem Schnitt hängen die beiden Papierstreifen von den Schneiden der Shinken herunter.




An Stelle der beiden Shinken können auch Iaitos benutzt werden. Dies ist eine wunderbare Vorübung für das "richtige" Cutting mit dem scharfen Schwert.


Eine andere schöne Übung ist, ein ca. 30 cm langes Bambusrohr horizontal zu schneiden. Hierzu wird das Rohr auf eine waagerecht gespannte Schnur geschoben. Die Schnur sollte in etwa der Höhe des Solarplexus gespannt sein.



Die Kunst ist es nun, das Bambusrohr mit dem scharfen Schwert der Länge nach zu schneiden, ohne dass die Schnur beschädigt wird und ohne das Rohr einfach die Schnur entlang zu schieben.



Beide Übungen setzen die Fertigkeit, seine eigenen inneren Energien, durch das Schwert bzw. Bokken zu fokussieren voraus.





Viel Spaß beim Üben!

Kommentare:

  1. Hallo!

    Ist ja wirklich unglaublich auf was für Ideen die Koreaner kommen.

    Sehr schön, danke!

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  2. lifeforasword hat es ja schon gesagt. Es ist unglaublich auf was für Ideen die Koreaner kommen. Und genau das ist auch der Punkt. Die Koreaner haben es geschafft aus den "japanischen Vorlagen" wie z.B. Karate, Aikido, etc. eigene Stile mit neuen Elementen zu entwickeln und sich von der Vorlage "abzukoppeln". Darauf könnten sie eigentlich stolz sein. Was passiert aber? In den meisten Büchern wird auf vermeintlich 2000 Jahre alte Wurzeln zurückgegriffen aus denen sich diese originär koreanischen Kampfkünste entwickelt haben sollen. Hierfür zieht man die Samurang, die Hwarang, Bilder von Tempelwächtern mit "eindeutigen" Posen, usw. usf. heran um diesen Anspruch zu belegen. Leider taucht dies auch wieder in einem Interview auf der DVD auf aus der die Bilder stammen.
    Natürlich hat die japanische Besatzung tiefe Wunden hinterlassen, natürlich möchte man an solche Zeiten nicht gerne zurückerinnert werden. Es ist aber nicht hilfreich dies zu leugnen und sich selbst als das Original auszugeben welches alle anderen Kampfkünste/Kampfsportarten maßgeblich beeinflußt hat.
    Aber vielleicht ist dies ja auch ein "asiatisches" Problem. Karate hatte ursprünglich ja auch die Bedeutung China Hand bevor (bei gleicher Aussprache) die Zeichen ausgetauscht wurden und so die Bedeutung in Leere Hand verändert wurde.

    Von Taekwondoin

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