Donnerstag, 4. Februar 2010

Wenn es mal wieder stinkt...

Die Pflege der guten Trainingskleidung Juban, Hakama und Gi ist oft etwas problematisch. Zumeist werden die Klamotten heutzutage bei 30 - 40 Grad Celsius gewaschen, damit die guten Stücke nicht einlaufen. Gerade bei den von mir besprochenen, mit Persimone gefärbten Hakama und Gi aus Baumwolle ist dies relevant, aber sicher auch bei den mit Indigo natürlich gefärbten Kendo-Gi.
Nun, zumindest bei der ersten Wäsche wird meine Trainingskleidung bei 60 Grad Celsius intensiv gewaschen, in der Hoffnung dass die danach nicht mehr weiter einlaufen. Der Schrumpfungsprozess nach der ersten Wäsche gibt mir dann Aufschluss darüber ob und wo ich ggf. was ein- oder abnähen muss. Die Folgewäschen sind dann wie gesagt eher Niedertemperaturwäschen.
Da beginnt aber das Problem! Die Kleidung stinkt meist sehr schnell nach der Wäsche wieder, es entsteht dieser unangenehme "Sporttaschengeruch". Grund dafür sind, wie beim Körpergeruch auch, Mikroorganismen verantwortlich, die bei den heutigen niedrigen Waschtemperaturen meist nicht mehr abgetötet werden.
Was ist also die Alternative?
Eine Möglichkeit ist die Zugabe von einigen (meist 3 - 5) Tabletten "Bullrich Salz®" (Natriumhydrogencarbonat) zur Wäsche. Eine andere Möglichkeit ist die Zugabe von einem "guten Schuss" Essig. Beide Methoden verändern das Milieu in der Waschmaschine so, dass die Mikroorganismen nicht überleben. Eine andere Methode, die ich in Japan oft beobachtete ist ein Stoffbeutel gefüllt mit Aktivkohle (oder guter, sauberer Holzkohle) in die Sporttasche und/oder in den Kleiderschrank. Diese Methode wird in Japan auch auf den Toiletten traditioneller Restaurants angewandt. Ich habe mir beim letzten Japanbesuch eine schwarze Seife, die eine Menge Sandelholzasche enthält mitgebracht. Diese Seifenstücke habe ich in den Fächern mit der Trainingskleidung und in der Sporttasche. Diese Seife zieht zum einen unangenehme Gerüche (Ascheanteil) und verbreitet einen sehr dezenten "japanischen" Geruch.
Dieser Artikel wurde bereits in der Ausgabe 13, April 2008, "Das Iaido Journal des Deutschen Iaido Bundes" veröffentlicht. Ich habe ihn neu überarbeitet.

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