Sonntag, 31. Oktober 2010

Aktueller Nachtrag zu: Mich packt das blanke Grauen!

An diesem Wochenende wurde der Bundeslehrgang III des DIaiB in Bad Homburg abgehalten. Dort stellte sich die Frage der DIaiB das "deutsche Iai" oder das "Soejima-Sensei Iai" verbreitet erneut.

Beim Bundeslehrgang III wurde unter anderem auch Koryu geübt. Ansage der Kata und alle sollen machen. Kein durchsprechen, kein Zeigen der Kata durch den Übungsleiter (Name der Redaktion bekannt), einfach nur machen. Nun sind da aber auch mehrere Schüler von unterschiedlichen Lehrern anwesend. Die machen dann natürlich die Form so wie sie diese von ihrem Lehrer her kennen. Einer dieser Schüler (Name der Redaktion bekannt) hat aber dann vor versammelter Mannschaft vom Übungsleiter (ein Mensch mit deutlich entwicklungsfähiger Sozialkompetenz) sehr deutlich gesagt bekommen, dass Soejima Sensei diese Form so nicht zeigt, das würde dann nicht hier her gehören. Das sei von einem ANDEREN Lehrer.

OK, wenn der Übungsleiter die Form vorher gezeigt hätte mit dem Hinweis das so zu üben, in Ordnung. Aber er kann doch nicht erwarten, das jeder automatisch die Formen von Soejima-Sensei zeigt wenn man auf einen Bundeslehrgang fährt! Der deutsche Iaido Bund ist nicht das Sprachrohr für Soejima-Sensei!
Einige Teilnehmer waren daraufhin richtig sauer und werden ob solchen Verhaltens nicht mehr zu einer solchen Veranstaltung fahren. Aber ist das der Sinn der Sache ?? Steht dem Übungsleiter so etwas zu? Immerhin ist dieser Übungsleiter auch Mitglied im Komitee des DIaiB. Es war ja kein Vereinslehrgang des Übungsleiter sondern ein BUNDESLEHRGANG des DIaiB !!! Ein unmögliches Verhalten!!!!


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Kommentare:

  1. Hallo,

    das ist ein typischer Grund dafür, wieso ich kein Iai in Deutschland mache. Ich übe für mich allein und wenn es nächstes Jahr zurück nach Japan geht, wird dort weitergemacht wo ich damals aufgehört habe. Auf diesen ganzen Mist in Deutschland habe ich keine Lust!

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  2. Hallo,

    ja, stimmt schon, schön ist sowas keines Falls und oftmals wünscht man sich doch, dass es anders wäre.
    Boykott der Lehrgänge ist ein nettes Mittel um seinen Widerstand Ausdruck zu verleihen.
    Aber...
    Aus meiner Sicht kennen viele die 'Missstände' im 'deutschen Iaido', schweigen aber darüber. Ich denke, wenn genug Iaidoka zusammenkommen und das ganze zur Sprache bringen wird auch der DIaiB sich bewegen.

    Ich, als jemand der weder schon sehr lange Iaido macht noch die Mittel hat mal eben woanders zu trainieren, muss aber sagen, dass ich mit den 'deutschen Training' sehr zufrieden bin. Ich lerne viel und bekomme uneingeschränkt alles beigebracht, was für mich wichtig ist. Und zumindest in Falle der grundlegenden Techniken gibt es wenig Spielraum für Freiheiten/Änderungen. Unsere Sensei bespricht aber auch bestimmte Dinge mit uns, sei es eine optimale Fussstellung oder die angesprochene Drehung bei Ukenagashi.

    Und selbst wenn ich wollte, wie sollte ich denn für mich alleine Trainieren? So ganz ohne Trainingshalle, Anleitung, jemanden der mich korrigiert?

    Ich denke, gerade in dem Punkt des individuellen Trainings sollte man nicht Verallgemeinern. Nich jedes Training ist automatisch schlecht oder gar falsch nur weil der/die Sensei bei Sensei Soejima Manabu gelernt hat und dieses Gelernte weiter gibt. Dazu kommt, das es viele Sensei gibt, die auch noch ein Leben außerhalb des Iaido haben (Familie, Beruf usw.) und/oder nicht die finanzielle Möglichkeit, um jedes Jahr nach Japan zu fliegen.

    Sollten bei uns im Training Probleme auftreten oder wir das Gefühl haben, dass etwas geändert werden sollte (zBsp weil wir uns selbstständig darüber informiert haben oder auf einem Lehrgang etwas anderes gezeigt bekommen haben), dann können wir das ansprechen/diskutieren und in unser normales Training mit aufnehmen.

    Was soll sich den ändern, wenn niemand den Mund aufmacht?

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  3. Hallo Jörg!
    Ich habe Dich auf dem Lehrgang gar nicht gesehen.

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  4. Daß es auch anders geht dürfte der von Henry Schubert und Oliver Bischoff ausgerichtete Lehrgang in Augsburg (Iaido Masterclass 2010) gezeigt haben. Jede Gruppe (Mudan: Seitei, Jikiden: Koryu, Shinden: Koryu) hatte einen eigenen Lehrer (Morita-Sensei, Oshita-Sensei, van Amersfoort-Sensei) die sich intensiv und mit vielen Erklärungen um die einzelnen Gruppen kümmerten.
    Unter solchen Voraussetzungen kann man etwas lernen und noch lange nach dem Lehrgang von zehren. Ein mitlaufen in der Masse und, wie hier beschrieben, ein "anschnauzen" hilft einem in der Regel nicht weiter.

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  5. Ein Boykott ist sicherlich nicht der richtige Weg und ich unterstütze ihn auch nicht. Nein, teilnehmen und aktiv sein ist viel besser. Vor allem an Lehrgängen bei unterschiedlichen Lehrern teilnehmen. Das bringt frischen Wind. Ich unterstelle dem DIaiB keine böse Absicht. Sicherlich ist auch der DIaiB nur ein Spiegel des alten Satzes: "Ein Volk hat immer die Regierung die es verdient." Wenn keiner aktiv wird wird auch der "Management" keine Änderungen vornehmen und es kann kein Umdenken stattfinden.
    Ich hoffe, dass sich schliesslich ein Dialog zwischen "denen da oben" und "denen da unten" entwickelt.

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  6. Natürlich hat man einen Lehrer dem man folgt aber es ist so wichtig auch andere Lehrer und Einflüsse zu bekommen. Ich meine didaktische Einflüsse denn technisch versuchen uns ALLE Lehrer das selbe beizubringen. Grundlagen wie Timing, Lockerheit, usw. sind überall gleich. Hoch graduierte Lehrer sehen ob eine Technik funktioniert, unabhängig davon welche Koryo Variante nun gezeigt wird. Welche Variante man übt spielt doch gar keine Rolle, wichtig ist das es funktioniert und nicht ob das Chibury nun von Lehrer zu Lehrer einen unterschiedlichen Winkel hat.

    Und wenn Ihr nicht bei anderen Lehrern Koryu üben wollt, das muss ja auch keiner. Aber Setei-Iai ist für ALLE gleich. Jedes Jahr setzt sich in Japan ein Gremium zusammen das fest legt was Seitei-Iai ist und das gilt dann für Soejima-Sensei, für Morita-Sensei,für Ishido-Sensei,... für alle die Seitei Iai üben. Deshalb wurde es ja geschaffen um eine gemeinsame Ebene für Prüfungen und Wettkämpfe zu haben.

    Warum wird nun in Deutschland gelehrt, dass Iaido von einem anderen Lehrer als Soejima-Sensei nicht erwünscht ist? (Koryu nicht aber auch Seitei Iai wäre bei anderen Lehrern etwas ganz anderes)

    Warum habe ich das Gefühl nicht willkommen zu sein wenn ich nicht Schüler von Soejima-Sensei bin und das auf einem Bundeslehrgang des DIaiB ??

    Es sollte wichtig sein unser Iai weiter zu bringen. Es sollte nicht vermittelt werden das das an einen ganz bestimmten Lehrer gebunden ist. Ich denke das ist die falsche Botschaft.

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  7. ich sage nur eins: zu viele köche in einer küche verderben den brei!!! das einheitliche soll immer gleich sein, aber der rest sollte frei sein!!! schliesse mich ni-tombo an.

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  8. Ich sage es docjh, es besteht Hoffnung!
    Heute vom DIaiB veröffentlicht:
    Auf Grund der hohen Teilnehmerzahl wird in Zukunft die Lehrgangsleitung nicht mehr nur aus 2 Personen bestehen. Es werden immer alle verfügbaren Komitee-Mitglieder anwesend sein, so dass ein noch bessere Betreuung der Teilnehmer möglich ist.

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  9. Wo veröffentlichen die so etwas? Die DIaiB-Homepage ist jedenfalls ein schwarzes Loch für Informationen.

    Aber es ist ja erfreulich, dass damit in Zukunft ein paar mehr Meinungen auf den Bundeslehrgängen vertreten sein werden...............Ach nein, die vertreten ja alle Soejima Senseis Iaido. Schade!

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  10. Quantität gleich Qualität, ganz nach der Devise Soejimas: Üben was das Zeug hält, so schnell und so lang bis der Arzt kommt.

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  11. Hi all!
    Ich würde das nicht alles an Soejima Sensei festmachen.
    Soejima Sensei ist 1 Woche pro Jahr in DE. Ein Großteil des Kommitees fliegt aber auch nicht nach JP, um sich fortzubilden!!!
    Und in der einen Woche, die er hier ist, da hat er zwischen 60 und 100 LG-Teilnehmer!

    Wer trägt also den Großteil der Schuld??? Meiner Meinung nach NICHT Soejima! Er ist nur ein Lehrer auf verlorenem Posten! Mit Schüler, die sich auf ihrer Graduierung ausruhen bzw. glauben, der 6.Dan wird schon irgendwann von alleine kommen!!!

    In einem der letzten Iaido-Journale stand es sogar schwarz auf weiß drin: Die finale Vorbereitung auf eine 6.Dan Prüfung beträgt ca. 3 Monate!
    Ich habe noch nie größeren Mumpitz gehört! Der Iaidoka, der das schafft, muß sicherlich noch geboren werden!!

    ABER! Es gibt in DE auch genug Hochgraduierte, die nicht im Kommitee sind, sich aber dafür außerordentlich engagieren und fortbilden!

    Fahrt zu Lehrgängen, dann werdet Ihr selbst schnell rausfinden, wer was kann und wer nur so tut!!!

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  12. Hallihallo,

    zunächst einmal zum Komitee des DIaiB: 2 der darin vertretenen 5 Lehrer sind bereits 6. Dan, eine Lehrerin ist bereits 7. Dan Renshi. Wozu also die ganze Diskussion?

    Aber der Vorredner hat recht: Iaido lernt man in der Praxis! Er hat recht: fahrt auf Lehrgänge, sammelt dort Erfahrungen. Da hört man dann auch etwas über Hikinuke und Ukenagashi ni Kaburi und muss nicht mühsam im Internet etwas darüber suchen. Man höre und staune, man kann es auf einem Lehrgang sogar gleich in der Praxis üben!

    Wenn man nur im stillen Kämmerlein sitzt und sich in Internetforen herumtreibt, wird es nichts mit dem ganzheitlichen Iai und der eigenen Fortentwicklung.

    Wir sehen uns auf Lehrgängen, ich bin dort häufig zu finden.

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  13. Egal, wie hoch jemand graduiert ist: Iaido lernt man in der Praxis!
    Genau da liegt der Hase bei vielen der "Lehrer" im Pfeffer!
    Iaido lernt man in der Praxis. Aber nicht wirklich, wenn man nur Lehrgänge leitet und selbst nur zu 1 oder 2 LGs pro Jahr als Lernender fährt! Alle leiten gerne LGs... was ist den aus Soejima Sensei Tenugi geworden "Nie den Anfängergeist vergessen"!!!

    Das Ergebis der 4.-7.Dan Prüfungen in Paris zeigen leider mal wieder die hammerharte Wahrheit! Eine so hohe Graduierung kommt NICHT von alleine!!!!

    Und wieder: Iaido lernt man in der Praxis! Fahrt auf Lehrgänge; ALS LERNENDE!

    Und ganz nebenbei. Nur weil man 6. oder 7. Dan ist, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass man auch ein guter Lehrer ist!

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