Dienstag, 26. Januar 2010

Fundoshi 褌

Der traditionelle Kampfkünstler ist bekanntermaßen sehr "modebewusst". Dies schließt natürlich auch die politisch korrekte Unterwäsche mit ein, die japanische Lendenschurz-Unterhose Fundoshi.

Ein Fundoshi, auch Shitaobi genannt, ist ein Kleidungsstück (Unterwäsche) für Männer, bestehend aus einem langen Streifen Tuch, das um die Taille befestigt, zwischen den Beinen durchgezogen und gebunden oder auf der Rückseite eingesteckt wird. Geht man von Tonfiguren (Haniwa) aus der Kofun-Periode (ca. 300-710) aus, so waren Fundoshi bereits seit altersher in Verwendung. Anfangs waren sie aus Leinen gefertigt, in der Edo-Zeit (1600-1868) war aber Baumwolle bereits weit verbreitet. Die Oberschicht favorisierte jedoch Unterwäsche aus Seide. Die beliebteste Art des Fundoshi waren die so genannten Rokushaku, benannt nach ihrer Länge von sechs Shaku (Roku Shaku, ca. 2,2 m) und aus einem einzigen Stück. Der Ecchu Fundoshi ist halb so lang wie der Rokushaku und der in der Mitte umgeschlagen wurde um ein Taillenband einzunähen. Weiterhin gibt es noch den Mokka Fundoshi bei dem beide Enden des Tuches ein Taillenband aufweisen. Während der Showa-Periode (1926-89) wurde die Fundoshi nach und nach durch Unterwäsche im westlichen Stil ersetzt.

Er wird zwischen den Beinen und unter einem Gürtel durchgezogen, über den es dann frei hinunterhängt und so den Schambereich schützt und bedeckt, oder besteht aus einem Teil, das von einem Gürtel über den Schambereich hängt. Eine weitere Form besteht in einem längeren Stoffstreifen, der um die Hüfte geschlungen und dann durch die Beine gezogen wird. Die beiden Enden hängen dann über die Genitalien und das Gesäß hinunter.


Rokushaku-, Mokka- und Ecchu-Fundoshi

Man kann sich ein Rokushaku Fundoshi leicht selbst herstellen, indem man 2,2 bis 2,7 m langes Tuch (in der Breite eines Tenugui) nimmt und es nach Anleitung anlegt.



Man kennt die Fundoshi auch aus den Yakuza Filmen, wo die netten ganzkörpertätowierten Herren diese Art der Unterwäsche tragen






Gerne wurden Fundoshi auch bedruckt und gefärbt. Meist wurden Stoffe traditionell mit Persimone (カキノキ), zu Deutsch Kaki, gefärbt. Das aus dem fermentierten Saft unreifer Kaki Früchte gewonnene Färbemittel heißt Kakishibu. Auch Hakama und Gi wurden traditionell mit Persimone gefärbt. Zum einen bietet sich diese Behandlung bei Allergikern an, zum anderen gibt diese, bereits seit über 2000 Jahren in China, Korea und Japan benutzte Textilfarbe sehr angenehme Brauntöne. Ein anderer Grund für die Verwendung von Persimone war die medizinische Wirkung des Pflanzensafts gegen Bluthochdruck und bei Verbrennungen. Das aus der unreifen Frucht gewonnene Tannin wurde auch bei der Sake Herstellung und als Holzschutz benutzt.


Farbpalette

In Japan bietet unter anderem der Tozando Online Shop mit Persimone gefärbte Hakama und Gi aus Baumwolle an: http://www.tozandoshop.com


Montag, 25. Januar 2010

Kendo vs. Kumdo 剣道

Meine Erwähnung koreanischer Kampfkunst hat zu einigen interessanten Kommentaren und Emails geführt. All denen, die der Englischen Sprache mächtig sind, sei dieser Artikel ans Herz gelegt:
Korea - The Black Ships of Kendo - The Internationalisation of Kendo and the Olympic Problem.
Alexander Bennett, International Research Centre for Japanese Studies.
http://www.kendo-world.com/articles/web/korea/korea_bennett_ei.pdf
Mein Dank an Taekwondoin für den Hinweis.

Da bleibt nur die alte Frage: "Wer hat's erfunden?" Na jedenfalls nicht die Schweizer!!

Sonntag, 24. Januar 2010

Kampfkunst und Zen 禅 (Buddhismus)

Immer wieder höre ich Aussagen wie: "Iaido ist Zen mit dem Schwert" oder "Kyudo ist Zen mit Pfeil und Bogen". Kurz und Knapp kann ich da nur antworten: "Zen ist Zen, Iaido ist Iaido und Kyudo ist Kyudo", so wie auch alle anderen japanischen ästhetischen Künste und Kampfkünste sind was sie sind. Sicherlich hat der Buddhismus, insbesondere Zen diese Künste beeinflusst und auch andersherum haben diese Künste Zen beeinflusst. Jedoch schließe ich mich der Aussage von Professor Toshio Mori von der Universität Tsukuba in Japan, Deutscher Bundestrainer Heki-Ryu, an. Prof Mori legte im Rahmen einer Fragestunde bei einem Lehrgang im Jahre 2001 in Wien seine Auffassung dar.
(Siehe: http://www.kyudo.at/hp_alt/artikel/kyudo-zen.htm)



Kurz zusammengefasst legt Prof. Mori, wie auch viele andere Sensei der japanischen Kampfkünste, den Schwerpunkt auf die Technik. Diese steht im Zentrum. Dies bedeutet nicht, dass es in den Kampfkünsten keine Bezüge zu Zen gäbe, diese gibt es. Aber um den Zustand des Zen zu verstehen muss zuerst die Technik in hohem Maße verstanden und gemeistert werden.

Johannes Ibel schreibt in seiner Abhandlung "Die Argumente von Prof. Yamada, Eine Kurzfassung" (Eine Antwort auf Eugen Herriegels Werk "Zen in der Kunst des Bogenschiessens".
Siehe: http://www.gungfu.de/aikido/herrigel.html):
"Die allgemeine Idee, dass der Zen-Buddhismus "die Religion der Samurai" gewesen sei, ist jedenfalls historisch falsch, egal wie passend sie im nachhinein wirken mag. Wie die Mehrheit der Bevölkerung sonst auch, waren die Bushi sehr viel mehr anderen buddhistischen Sekten zugeneigt, etwa dem esoterischen Shingon-Buddhismus oder der Lehre vom reinen Land. Das bedeutet trotzdem nicht, dass Kyudo (oder irgend eine andere Kampfkunst) nicht als Zen-inspirierte Übung verstanden werden kann, da sozusagen alles (inklusive Stillesitzen, Kloputzen oder Geschirr spülen) als eine solche Übung dienen kann. Eine traditionelle Auffassung oder "bessere" Kampfkunst ist das allerdings nicht."

Weiter bei Mori: "Es gibt Lehrer in Japan, die Behaupten, ohne tiefe Kenntnis der japanischen Kultur, Religion wie Shinto oder Buddhismus, könne man Kyudo (die Kampfkünste) nicht verstehen. Ich glaube das nicht."
"Am Anfang beschäftigt man sich nur mit der Technik, aber je mehr man übt, um so eher weiß man, dass es nicht nur um die Technik geht, sondern wie Bewusstsein sein soll, um alles kontrollieren zu können. Am Anfang mache ich die Dinge so, später so und schließlich so ... die Technik kann man mit der Zeit automatisch können. Was aber später der Schwerpunkt ist, sind die Gedanken, welche Gedanken man sich bei der Technik in seinem Kopf macht. Der Fokus wechselt mit der Zeit vom Körper zum Kopf (Bewusstsein). Dann wird das Bewusstsein klar. Deswegen heißt es seit alters her, dass die Übung der Technik zugleich die Übung des Bewusstseins ist."




Buddhismus und Zen üben gerade heute eine große Faszination auf die Menschen im Westen aus. Viele behaupten sogar Buddhisten zu sein bzw. führen asiatische Künste aus in der Auffassung dabei buddhistisch tätig zu sein. Nun, mag jeder glücklich werden wie er mag, aber dadurch wird eine bestimmte Tätigkeit nicht automatisch zu Zen oder Buddhismus.

Ich bin der Meinung jeder der sich mit den Kampfkünsten auseinander setzt sollte auch den Shinto 神道, den "Weg der Götter" nicht vergessen. Immerhin wird Shinto in Japan seit Jahrtausenden praktiziert und eine "Religion" die alles als lebendig und beseelt betrachtet ist mir von Grund auf sympathisch (das lehrt Demut und Respekt!). Gelegentlich kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Kami 神 der in meiner Klinge wohnt seine eigene Meinung zu meinen Übungen hat! Vor allem sollte man das Leben nicht zu dogmatisch betrachten und Spaß und Freude daran haben, es ist kurz genug!


Samstag, 23. Januar 2010

Einige Begriffe und ihre Bedeutungen

Makiwara (巻藁, Maki - Rolle, umrollen und Wara - Stroh), ist ein aus Japan stammendes Sportgerät, das im Karate als Ziel am Schlagpfosten und im Kyudo, als Übungsziel, sowie im Tameshigiri in Form einer Tatami-Omote Rolle verwendet wird.

Tatami (畳, traditionell auch 疊, 疉 oder 疂) ist eine Matte aus Reisstroh, die in Japan als Fußboden in traditionell gestalteten japanischen Zimmern (Washitsu) verwendet wird. In der Nacht wird der Futon auf den Tatami ausgebreitet, um als Schlafstätte zu dienen.

Tatami Omote (表, Omote - Oberfläche, Außenseite), ist die äußere Schicht der Tatami Matte, die über den Kern aus Reisstroh gewickelt wird. Im Tameshigiri werden diese dünne Matte gerollt, in Wasser eingeweicht und als Ziel für die Schnittübungen verwendet. Somit ist auch die gerollte Tatami Omote Matte eine Makiwara. Große, besonders dicke Tatami Omote Rollen werden auch als O-Makiwara bezeichnet.

Dotanba (土壇場) nannte man in der Edo-Zeit die öffentliche Hinrichtungsstätte. Ein aus Erde (土) aufgeschüttetes Podium (壇), dort wurden die Leichen der Hingerichteten zur Schau gestellt.

Dotan auch Dodan (土壇) ist im Tameshigiri ein Ziel, bei dem mehrere horizontal gestapelte Tatami-Rollen übereinander liegen. Das obere Brett eines Ständers für Dodan-Schnitte sollte aus Weichholz bestehen, damit die Klinge geschont wird.

Tsuki auch Tzuki (突き) ist der Stich, hier mit dem Schwert in das Ziel. Im Tameshigiri werden auch Stiche geübt. Besonders Stiche in verschiedene Richtungen (auf verschiedene Ziele) zeigen bei der Drehung zum nächsten Gegner/Ziel, wie sich die Klinge verhält, wenn sie im Ziel stehen bleibt und dann wieder herausgezogen werden muss.

Kami Tatewari auch Kami Tachiwari (割 - Schneiden, Spalten) ist der Spalthieb von oben. Dabei wird eine einzelne Tatami-Rolle (manchmal auch eine dicke O-Makiwara) von oben der Länge nach durchtrennt.

Tasuki (襷). Dabei handelt es sich um ein Stoffband, das über beide Schultern geschlungen wird und so auf dem Rücken ein Kreuz bildet. Auf diese Art werden die Ärmel des Kimono oder des Gi fixiert und behindern nicht im Kampf oder beim Schneiden. Mit etwas Übung geht das Anlegen des Tasuki sehr schnell. Man kann auch eine (alte) Sageo als Tasuki zweckentfremden.



Anlegen des Tasuki
Das Tasuki auseinander falten und ein Ende in den Mund nehmen. Unter dem rechten Arm durchschlingen über den Rücken und die rechte Schulter legen. Dann unter dem rechten Arm durch und über den Rücken und die linke Schulter legen. Das eine Ende aus dem Mund nehmen und eine Schleife binden.


Tameshigiri im Wettbewerb

Tameshigiri Wettbewerbe werden nach dem K.O.-Verfahren ausgetragen. Jeder Teilnehmer führt an einem oder mehreren Zielen eine Reihe von vorgegebenen Schnittmustern aus. Die Schnitte werden zuvor benannt gegeben und definiert. Die Kampfrichter bewerten dabei nach verschiedenen Aspekten wie das Einhalten der richtigen Reihenfolge der Schnitte, Schnittwinkel, Sauberkeit der Schnitte und den Gesamteindruck der Vorführung. Teilnehmer können diskqualifiziert werden, wenn sie das Ziel verfehlen, das Ziel nicht völlig durchschneiden, das Ziel vom Ständer stoßen, den Ständer umwerfen oder den Pflog treffen der die Matte hält. Der oder die Kampfrichter können die Vorführung sofort abbrechen, wenn ein Teilnehmer disqualifiziert wurde.
Der Teilnehmer darf weder den Ständer noch das Ziel berühren, sei es mit der Klinge oder den Händen. Auch das ausrichten eines schiefen Zieles ist nicht gestattet. Die einzige Ausnahme ist eine Dodan Vorführung, wo es dem Teilnehmer erlaubt ist das Ziel ein einziges Mal mit der Klinge zu berühren um den korrekten Abstand einzuschätzen. Nachdem der Dodan Schnitt ausgeführt wurde soll der Teilnehmer sein Schwert aus dem Ziel entfernen und einige Schritte zurück treten und Chiburi und Noto ausführen.
Für ausgelassene Schnitte, Schnitte in der falschen Reihenfolge, schlechte Schnittwinkel, das Schneiden durch einen bereits erfolgten Schnitt, für das Schneiden von dünnen Segmenten am oberen Rand des Ziels kommt es zum Punktabzug.
Sicherheit ist das oberste Prinzip. Bei jedem Schnitt ist darauf zu achten, dass weder der Ausführende noch Umstehende gefährdet werden. Daher ist zuvor das Schwert von allen drei Kampfrichtern ausgiebig zu begutachten. Alle Kesa Schnitte müssen selbstverständlich weg vom vorne stehenden Fuß durchgeführt werden.
Nach jedem Durchgang wird die Wettkampffläche gesäubert und der Boden trocken gewischt. Das Schwert steckt immer in der Saya, nur bei der Vorführung wird die Klinge gezogen und danach sofort wieder in die Saya gesteckt. Niemals wird mit einer blanken Klinge herumgelaufen oder herumgefuchtelt. Beim Wettkampf in der Halle wird immer Barfuss gearbeitet. Nur bei Vorführungen im Freien dürfen Schuhe getragen werden. Es ist immer auf einen festen, sicheren und rutschfesten Stand zu achten. Es ist ausdrücklich erlaubt und empfohlen ein Tasuki zu tragen.

Je nach Ziel, Schnitt und Schnittfolge werden unterschiedliche Bewertungen angesetzt:
Godan Giri und Rokudan Giri
- Der Schnittwinkel ist wichtig
Inazuma Giri
- Die Schnittgeschwindigkeit ist wichtiger als der Schnittwinkel
- Alle Schnitte sollen innerhalb einer Sekunde ausgeführt werden
Namigaeshi
- Zuerst die beiden Kesa Schnitte und dann den horizontalen Schnitt durch beide Ziele mit einem Hieb
- Schnittwinkel ist wichtiger als die Höhe der restlichen Ziele
- Die gleiche Höhe der beiden Ziele nach dem horizontalen Schnitt ist wichtig
Mizu Gaeshi
- Schnittwinkel ist entscheidend
- Der untere Schnitt muss zuerst ausgeführt werden
Free Style
- Jede beliebige Schnittfolge ist erlaubt. Die Schnittfolge muss zuvor angesagt werden.
- Der Schwierigkeitsgrad der Schnittfolge ist entscheidend
Dodan
- Verlässt die Klinge die Matten, führt dies zur Disqualifikation
- Trifft die Klinge nachdem alle Matten geschnitten wurden den Ständer, so führt dies NICHT zur Disqualifikation
- Trifft die Klinge andere Teile des Ständers, so führt dies zur Disqualifikation

Das K.O.-Verfahren
Es treten jeweils zwei Teilnehmer in einem Durchgang an. Der eine auf der weißen Seite, der andere auf der roten Seite. Je einer der beiden Teilnehmer erreicht die nächste Runde. Wie in einem realen Kampf gibt es pro Runde nur einen Sieger. Entscheiden über den Sieg ist das Mehrheitsurteil der drei Kampfrichter, angezeigt durch entweder eine rote oder eine weiße Flagge. Werden beide Flaggen gekreuzt hochgehalten, so zeigt dies die Disqualifikation des Teilnehmers an. Die Vorführung kann gleichzeitig oder nacheinander erfolgen. Die Bewertung erfolgt nach dem der letzte Teilnehmer zurück zur Startlinie getreten ist. Vor und nach der Vorführung verbeugen sich die beiden Teilnehmer zueinander und vor den Kampfrichtern.

Donnerstag, 21. Januar 2010

Schnitt-Test / Bruch-Test

Eine interessante zum Schnittest fand ich auf der weiter unten vorgestellten Haidong Gumdo DVD. Ein Bruchtest mit Bokken.

Hierzu wird ein Stück Holz in zwei Schlaufen aus Papier gelegt, welche an zwei scharfen Schwertern (Shinken) hängen. Die Schinken werden dazu mit der Schneide nach oben gehalten.


Nun wird mit dem Klingenrücken des Bokken, konzentriert das Holz "geschnitten". Hierzu ist es absolut notwendig die Kraft bzw. Energie in den Punkt des Bokken zu lenken, mit dem das Holz "geschnitten" werden soll, hier der Bereich der Mono-Uchi, nur halt auf der Klingenrückseite. Dieser Schnitt ist ein Bruchtest, ähnlich wie im Taekwondo oder Karate, bei dem die Fokussierung der inneren Energien in die Klingenspitze das ganze Geheimnis darstellt.



Richtig ausgeführt, wird das Holz in der Mitte brechen, die beiden Papierschlaufen werden an der Schneide der Schinken nicht getrennt, vielmehr werden sie am unteren Ende, dort wo das Holz liegt, getrennt. Nach dem Schnitt hängen die beiden Papierstreifen von den Schneiden der Shinken herunter.




An Stelle der beiden Shinken können auch Iaitos benutzt werden. Dies ist eine wunderbare Vorübung für das "richtige" Cutting mit dem scharfen Schwert.


Eine andere schöne Übung ist, ein ca. 30 cm langes Bambusrohr horizontal zu schneiden. Hierzu wird das Rohr auf eine waagerecht gespannte Schnur geschoben. Die Schnur sollte in etwa der Höhe des Solarplexus gespannt sein.



Die Kunst ist es nun, das Bambusrohr mit dem scharfen Schwert der Länge nach zu schneiden, ohne dass die Schnur beschädigt wird und ohne das Rohr einfach die Schnur entlang zu schieben.



Beide Übungen setzen die Fertigkeit, seine eigenen inneren Energien, durch das Schwert bzw. Bokken zu fokussieren voraus.





Viel Spaß beim Üben!

Mittwoch, 20. Januar 2010

Alte Koreanische Kampfkunst und Tenugui (手拭い oder 手ぬぐい)

Das Thema "Haidong Gumdo" oder "Haedong Kumdo" habe ich bereits mehrfach gestreift. Hier nun eine Buch- und eine DVD-Empfehlung zum Thema "Koreanische Kampfkunst".

Das Buch:


Muye Dobo Tongji : Comprehensive Illustrated Manual of Martial Arts of Ancient Korea
  • Paperback: 400 Seiten
  • Verlag: Turtle Press; 1st English Language Edition (October 2000)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 1880336480
  • ISBN-13: 978-1880336489

Die DVD:


Haedong Kumdo: Korean Sword Martial Art
  • ASIN: B000BBYSOW

Beide Titel sind problemlos über das amerikanische Amazon.com bestellbar.

Hier noch einige Aufnahmen eines koreanischen Tenugui aus meiner Sammlung. In dem oben genannten Buch finden sich ähnliche Illustrationen.


Gesamtansicht


Linker Teil (Detail)


Rechter Teil (Detail)

Ein Tenugui (手拭い häufiger 手ぬぐい) ist ein traditionelles japanisches Handtuch aus dünnem, normalerweise farbig bedrucktem Baumwollstoff und in der Regel etwa 30 x 90 cm groß. Die langen Seiten sind durch Webkanten gesichert, die kurzen einfach abgeschnitten, so dass das Tenugui beim Gebrauch etwas ausfranst. Tenugui wurden in Japan in der Edo-Zeit populär, als die strengen Standesregeln etwas gelockert wurden und die einfache Bevölkerung erstmals Baumwolle benutzen durfte. Tenugi werden im Kendo auf dem Kopf unter dem Men getragen, werden aber auch im Iaido als Schweißtuch verwendet.
Aber auch als Kunstobjekt werden antike und zeitgenössische Tenugui ihres ästhetischen Wertes wegen gesammelt. Gelegentlich werden auch zu bestimmten Anlässen Tenugui zur Erinnerung ausgegeben.
Tenugui werden natürlich nicht nur in Japan verwendet, sondern auch in Korea, wie obiges Beispiel zeigt.

Sonntag, 17. Januar 2010

Historische Tameshigiri Bilder

Einige Leser des Blog baten mich, weitere historische Tameshigiri Bilder zu veröffentlichen. Wir sehen hier die "Väter" des zeitgenössischen Tameshigiri bzw. des Tatami-Cutting.



Rikugun Toyama Gakko Ni Te,
Nahkampftraining in der Toyama Militär Akademie im Jahr 1940



Nakamura Sensei schneidet Kesa




Nakamura Sensei schneidet Kesa



Nakamura Sensei führt im ALter von 88 Jahren Tameshigiri aus.
Quelle: "The Hiden Budo & Bujutsu Magazine"



Tishishiro Obata, der Begründer des Shinkendo.
Quelle: " Shinkendo Tameshigiri - Die Schwertkampfkunst der Samurai;
Toshishiro Obata; Verlag J.R. Ruther; ISBN 978-3-929588-14-9"


Hier sind noch einige historische Bilder aus japanischen Quellen. Die Art und Weise der Darstellung, Aufzeichnung und auch Beschreibung, zeigt deutlich mit welcher Akribie der Schwerttest in den alten Tagen durchgeführt wurde. Es handelte sich hier nicht um ein wildes Herumhacken, noch wurde dies als Spektakel durchgeführt.








Sonntag, 10. Januar 2010

Erläuterungen zu den Tameshigiri Schnittmustern & Schnitt-Kata

Folgende Erläuterungen beziehen sich auf den Artikel: Tameshigiri - Teil 2: Schnittziele, Schnittmuster & Schnitt-Kata
Was sind schon schnöde Zeichnungen ohne dazugehörige Erläuterungen. Die lateinische Umschrift (Romanji) der Kata-Namen entstammt einer alten, heute nicht mehr gültigen Form.

1. Stufe: Anfänger

Sayuw Kesa Giri - Hidari Kesa (左右袈裟斬) - Wechselnde Kesa Schnitte (Die Kesa war die Schärpe der Buddhistischen Mönche, die diagonal über die linke Schulter gehängt wurde) und Migi Kesa: Diagonal nach rechts unten geführter Schnitt.

Sayuw Kesa / Gyaku Kesa Giri (左右袈裟逆袈裟斬) - Hidari Kesa: diagonal nach links unten geführter Schnitt. Gyaku Kesa: diagonal nach rechts oben geführter Schnitt. Migi Kesa: diagonal nach rechts unten geführter Schnitt. Gyaku Kesa: diagonal nach links oben geführter Schnitt.

Godan Giri (五段斬)- Fünf Schnitte. Hidari Kesa: diagonal nach links unten geführter Schnitt, Fußwechsel, Migi Kesa: diagonal nach rechts unten geführter Schnitt, Migi Kesa: nach rechts unten geführter Schnitt und Gyaku Kesa: diagonal nach links oben geführter Schnitt, und Suihei, horizontaler Schnitt nach rechts

Rokudan Giri (六段斬) - Sechs Schnitte. Hidari Kesa: Diagonal nach links unten geführter Schnitt, Fußwechsel, Migi Kesa: diagonal nach rechts unten geführter Schnitt, Migi Kesa: diagonal nach rechts unten geführter Schnitt, Gyaku Kesa: diagonal nach links oben geführter Schnitt, Migi Kesa: diagonal nach rechts unten geführter Schnitt und Suihei: horizontaler Schnitt nach links.

2. Zwischenstufe (fortgeschrittener Anfänger)

Futo Giri (太斬) - "Großer Schnitt". Kesa Giri: diagonal nach links unten geführter Schnitt durch ein O-Makiwara. Ein besonders dickes Ziel, das aus bis zu sechs zusammengerollten Tatami Omote Matten besteht.

Yoko-Narabi (横並) - "Yoko: seitwärts; Narabi: in einer Linie stehen. Nebeneinander stehen". Mehrere Ziele stehen in einer Reihe (üblicherweise 5 bis 7 Matten). Kesa Giri: diagonal nach links unten geführter Schnitt.

Dodan (土壇) - Hinrichtungs-Schnitt. Mehrere horizontal gestapelte Ziele werden mit einem Gedon: vertikaler Schnitt nach unten, geschnitten. Das obere Brett eines Ständers für Dodan-Schnitte sollte aus Weichholz bestehen, damit die Klinge geschont wird.

Tsubame Gaeshi (燕返) - "Zurückkehrende Schwalben Schnitt". Hidari Kesa: diagonal nach links unten geführter Schnitt, Gyaku Kesa: diagonal nach rechts oben geführter Schnitt. Fußwechsel, Migi Kesa: diagonal nach recht unten geführter Schnitt und dann Gyaku Kesa: diagonal nach links oben geführter Schnitt. Die Kesa und Gyaku Kesa Kombinationen werden sehr schnell ausgeführt, ohne Pause zwischen den Schnitten.

Inazuma Giri (稲妻斬) - "Blitz Schnitt". Hidari Kesa: hoch angesetzter diagonal nach links unten geführter Schnitt. Gyaku Kesa: diagonal nach rechts oben geführter Schnitt und dann Hidari Kesa: diagonal nach links unten geführter Schnitt. Dies ist eine sehr schnelle Schnittfolge die ohne Pause ausgeführt wird. Alle Schnitte müssen binnen einer Sekunde ausgeführt werden.

Gyaku-Inazuma Giri (逆稲妻斬) - "Umgekehrter Blitz Schnitt". Migi Gyaku Kesa: diagonal nach rechts oben geführter Schnitt, Hidari Kesa: diagonal nach links unten geführter Schnitt und dann Migi Gyaku Kesa: diagonal nach oben rechts geführter Schnitt. Dies ist eine sehr schnelle Schnittfolge die ohne Pause ausgeführt wird. Alle Schnitte müssen binnen einer Sekunde ausgeführt werden.

Nami Gaeshi (波返) - "Wiederkehrende Welle Schnitt". Diese Schnittfolge wird an zwei nebeneinander stehenden Zielen vorgenommen. Hidari Kesa: hoch angesetzter diagonal nach links unten gehender Schnitt am rechten Ziel. Hidari Gyaku Kesa: hoch angesetzter diagonal nach links oben gehender Schnitt am linken Ziel und dann Suihei: horizontal von links nach rechts durch beide Ziele geführter Schnitt. Der erste Schnitt muss abgebremst werden bevor er das zweite Ziel treffen kann. Der zweite Schnitt wird ausgeführt, ohne die Klinge zwischen den beiden Zielen zu entfernen. Die ersten beiden Schnitte sollen in der gleichen Höhe vorgenommen werden.


3. Stufe: Fortgeschrittene

Daruma Otoshi (達磨落) - Daruma Otoshi ist ein altes japanisches Kinderspiel mit einer aus fünf regenbogenfarbenen Scheiben bestehenden Daruma Figur (beliebter japanischer Glücksbringer in der Form eines buddhistischen Mönchs). Von oben nach unten: oben der Kopf eines Mannes (Daruma) dann ein blauer, ein grüner, ein gelber und ein roter Ring. In dem Spiel wird mit einem hölzernen Hämmerchen jedes der verschiedenfarbigen Segmente der Figur von unten nach oben weggeschlagen, ohne dass die darüberliegenden Teile herunterfallen dürfen.
Batto Migi Kesa: wenn die Klinge die Saya verlässt, diagonal nach rechts unten geführter Schnitt, gefolgt von vier schnellen Suihei: horizontal abwechselnd nach links, rechts, links, rechts. Wie in dem Kinderspiel sollen auch hier die Teile möglichst nicht herunterfallen.

Dow Barai (胴払) - "Rumpf trennen". Batto Suihei: wenn die Klinge die Saya verlässt, horizontal nach rechts geführter Schnitt, gefolgt von einem einhändig, weiter unten ausgeführten Suihei: horizontaler Schnitt nach links.

Kasumi (霞) - "Nebel" - Schneiden als ob man den Nebel teilen will. Ein niedrig angesetzter Suihei: horizontaler Schnitt nach rechts, gefolgt von einem hoch angesetzten Suihei: horizontaler Schnitt nach links. Der zweite Schnitt wird an dem bereits abgetrennten Teil des Ziels vorgenommen, bevor es herunterfallen kann.

Kawasemi (カワセミ) - „Eisvogel“. Der Eisvogel ist bekannt für seine hohe Geschwindigkeit, eine Geschwindigkeit die auch bei dieser Schnitttechnik notwendig ist. Hidari Kesa: diagonal nach links unten geführter Schnitt, tief unten angesetzter Gyaku Kesa: nach rechts oben geführter Schnitt und ein Suihei in der Mitte: horizontaler Schnitt nach links. Der dritte Schnitt wird durchgeführt, bevor das bereits abgetrennte Teil fallen kann.

Makuri (捲) - "Wind". Hidari Kesa: aus Hasso Kamae (Die Spitze des Katana zeigt nach rechts oben, die Schneide nach vorne, Tsuba rechts in der Nähe des Kinn, Ellenbogenstellung nach dem Merksatz: "ein Ei unter dem rechten Arm, unter dem linken Arm ein Blatt Papier". Hasso Kamae sieht so aus, weil die Samurai früher solch große Helme trugen) diagonal nach links unten geführter Schnitt und dann Migi Kesa: diagonal nach unten rechts geführter Schnitt. Beide Schnitte werden schnell, ohne Pause ausgeführt und sollten innerhalb einer Sekunde beendet sein.

Mizu Gaeshi (水返) - "Zurückkehrende Welle". Niedrig angesetzter Gyaku Kesa: diagonal nach oben rechts geführter Schnitt und dann ein hoch geführter Suihei: horizontaler Schnitt nach links. Der zweite Schnitt wird an dem geschnittenen Teil vorgenommen, bevor es herunterfallen kann.

Mizu Guruma (水車) - "Wasserrad" - Niedrig angesetzter Gyaku Kesa: diagonal nach oben rechts geführter Schnitt gefolgt von einem hoch angesetzten Gyaku Kesa: diagonal nach oben links geführter Schnitt. Der zweite Schnitt wird an dem geschnittenen Teil vorgenommen, bevor es herunterfallen kann.

Nuki Uchi (抜打) - Batto Suihei: beim dritten Schritt nach vorne, wenn die Klinge die Saya verlässt ein hoch angesetzter horizontaler Schnitt nach rechts. Fußwechsel, Migi Kesa: diagonal nach unten rechts geführter Schnitt.

Syo Hatto (初発刀) - Batto Gyaku Kesa: beim zweiten Schritt nach vorne, wenn die Klinge die Saya verlässt, diagonal nach oben rechts geführter, hoch angesetzter Schnitt. Fußwechsel, Hidari Kesa: diagonal nach links unten geführter Schnitt.

Tombo (トンボ) - „Libelle“, nach der Form des Zieles. Eine halbe Rolle wird horizontal auf eine andere halbe Rolle gelebt. Hidari Kesa: diagonal nach links unten geführter Schnitt an der horizontal liegenden Rolle aus der Position Hasso Kamae aus. Dann Migi Kesa: diagonal nach rechts unten geführter Schnitt, in Hasso Kamae endend. Der zweite Schnitt muss ausgeführt werden bevor das Ziel die Möglichkeit hat herunter zu fallen. Sauber ausgeführt bleibt der Rest des oben liegenden Ziels liegen und fällt nicht herunter.

Zengo-no-teki (前後敵)- Feinde von vorne und hinten. Diese Kata wird an zwei Zielen durchgeführt. Eines steht rechts vom Ausführenden, das andere steht hinter ihm. Umdrehen und dann Batto Gyaku Kesa: diagonal nach oben geführter Schnitt, der durchgeführt wird, wenn die Klinge die Saya verlässt, Hidari Kesa: diagonal nach links unten geführter Schnitt. Drehung zum zweiten Ziel, Mizu Gaeshi: zwei Schnitte (Beschreibung: siehe weiter oben) und dann Drehung zum ersten Ziel, und in der Drehung Suihei: horizontaler Schnitt nach rechts.


Daruma Otoshi

Freitag, 8. Januar 2010

Wie gewinne (überlebe) ich einen Schwertkampf?

Wenn man den vielen postapokalyptischen Filmen Glauben schenken will, werden wir irgendwann keine Munition mehr haben und wieder mit Schwertern kämpfen. Es besteht auch die Möglichkeit irgendwie in eine Fantasy Welt oder Paralleldimension zu geraten. Wie überleben wir dann ohne die Hilfe der Hollywoodstars? Nun, viele die sich länger mit der Kunst des Schwertkampfes auseinandersetzen können keine Filme a la "Star Wars", "Highlander" usw. mehr sehen ohne das kalte Grausen zu bekommen. Was da gezeigt wird hat oft nichts mit einem wirklichen Kampf zu tun, das ist reine Choreographie und schlimmstenfalls Rhythmische Sportgymnastik (es gibt Ausnahmen!).

Nun willst Du aber doch wissen, wie Du mit Deinem teuren scharfen Schwert im Falle eines Falles gegen die Horden des Bösen bestehen kannst. Das Lesen dieses Beitrags wird aus Dir keinen meisterhaften Schwertkämpfer machen. Dieser Artikel soll lediglich die Grundlagen der Fechtkunst erläutern. Die Feinheiten der Fechtkunst können nicht aus Büchern oder aus dem Internet erlernt werden. Nur durch konstantes, jahrelanges Training können die Fertigkeiten erlernt werden die einen in einer solchen Situation vielleicht überleben lassen. Davon einen Schwertkampf zu gewinnen wollen wir gar nicht reden! Stehst Du mehr als einem Gegner gegenüber, ist es klüger das Weite zu suchen. Rennen ist auch eine wichtige Fähigkeit des Schwertkämpfers.
Wer wirklich am Schwertkampf interessiert ist, muss sich unbedingt einen Lehrer und Gleichgesinnte suchen. Zum einen ist lernen in der Gruppe leichter und macht mehr Spaß, zum Anderen ist ein ausgebildeter Trainer unverzichtbar. Doch sei Dir: Eine solche Ausbildung dauert Jahre, sehr viele Jahre!!!



Ein Schwertkampf hat nichts mit den Olympischen Spielen zu tun. Es geht nicht um Regeln, Formen und Schönheit. Es geht ausschließlich darum, unverletzt daraus hervor zu gehen. Es gibt keinen zweiten Platz! Deshalb benutze alle Deine "natürlichen" Waffen wie Hände, Füße, Fingernägel, Zähne oder spucke den Gegner an. Alles ist erlaubt. Nimm ihm die Waffe weg, benutze die Schwertscheide oder den Griff Deiner Waffe. Es gibt unendlich viele Variationen. Hier einige Hinweise:
  • Zieh Dein Schwert bevor Du angreifst oder angegriffen wirst. Es dauert länger ein Schwert zu ziehen als getroffen zu werden. Andererseits, kann das plötzliche Ziehen des Schwertes einen wirkungsvollen Überraschungsangriff darstellen. Besonders jemand der Iaido, Iaijutu oder Battodo trainiert, wird verstehen was ich damit meine.
  • Entspann Dich! Es ist durchaus verständlich im Kampf angespannt zu sein, jedoch solltest Du alles tun um cool zu bleiben. Entspann Deine Muskeln und Schultern, kontrolliere Deine Atmung. Wenn Du angespannt bist, kannst Du nicht schnell reagieren und das könnte fatale Folgen haben.
  • Balance ist wichtig! Halte Deinen Körper im Gleichgewicht, so dass Du treffen kannst ohne getroffen zu werden. Dies ist einer der wichtigsten Grundsätze der Kampfkunst! Halte Deine Beine schulterbreit und lass sie möglichst so weit auseinander. Deine Beine sollten niemals nahe beieinander stehen noch sollten sie voreinander oder überkreuz stehen. Halte Dein Schwert so, dass Du es leicht handhaben kannst. Beobachte die Bewegungen Deines Gegners und lerne zu erkennen, wann er angreift und nutze diese Momente für einen Gegenangriff. Sei flink! Wenn Du parierst, halte die Klinge nahe am Körper und streck Deine Arme nicht weit vom Körper weg. Versuch immer einen Gegenangriff aus der Attacke des Angreifers zu machen. Oder wie einer meiner Trainer einmal sagte: "Bring den Krieg zum Gegner". Die Fußarbeit und die korrekte Fußstellung sind der Schlüssel zur Balance. Je fester man steht und je mehr der Fußsohle den Boden berührt desto geerdeter ist man und umso mehr Kraft hat man im Angriff und in der Verteidigung. Um die Balance zu halten versuch mit den Füßen über den Boden zu gleiten anstatt die Füße zu heben und zu gehen. Halte Bodenkontakt. Nach vorne beugen und den Hacken heben verringert die Erdung ebenfalls. Deshalb achte gut darauf wie Du Deine Füße bewegst und wo Du sie platzierst, da Dein Gegner Dich sonst aus dem Gleichgewicht bringen kann. Halte Dich gerade und aufrecht und richte Deinen Brutkorb und Deine Hüften gerade und fest nach vorne, so dass auf alle Angriffe mit einer einfachen Drehung reagiert werden kann. Wenn der Oberkörper zur Seite gedreht ist, sind die Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkt.
  • Analysiere die Situation. Listige Kämpfer sind sich immer der Vor- und Nachteile ihrer Umgebung gewahr und nutzen diese zu ihrem Vorteil. Aber auch die Möglichkeiten des Gegners müssen erkannt, analysiert und beachtet werden. Idealerweise sollte man sich schon vor dem Kampf mit der Umgebung und dem Gegner vertraut machen. Ist er unerschrocken oder zurückhaltend? Ist er erfahren oder ein Anfänger? Jeder hat eine Schwachstelle. Ein kleiner Gegner ist oft übermotiviert. Ein großer Gegner hat eine große Reichweite, entblößen aber oft ihre Beine. Es hat jedoch keine Sinn sich im Vorfeld einen Plan zu erarbeiten.
  • Greife vorsichtig an. Wenn Du leichtfertig angreifst, vor allem gegen einen ausgebildeten Kämpfer, so wird dieser nur warten bis Du von allein in sein Schwert rennst. Wenn Du bedacht angreifst, bist Du jederzeit in der Lage die Situation unter Kontrolle zu halten. Gleichzeitig ist dies Deine beste Verteidigung, die meistens im Ausweichen durch einen Schritt oder besser ein Gleiten zur Seite bestehen wird. Das wird Dich Schützen und gibt Dir irgendwann die Möglichkeit den optimalen Treffer zu landen.
  • Bau eine starke Verteidigung auf. Einen Block oder die Parade falsch auszuführen kann tödlich sein, also schütze Dich. Bring Dein Schwert in eine Position die vom mittleren oder besser unteren Teil Deines Torso zum Gesicht des Gegner zeigt. Diese Stellung erlaubt es Dir auf alle Angriffe schnell zu reagieren, ist aber auch ein guter Ausgangspunkt für eigene Angriffe.
  • Halte Deine Waffe bereit. Normalerweise sollte Dein Schwert angemessen weit vom Körper weg in Richtung der Kehle oder der Augen des Gegners zeigen. Dies ist eine Abwehr die den Gegner zwingt zuerst an Deiner Klinge vorbei oder hindurch zu gehen. Gleichzeitig schüchtert dies einen unerfahrenen Gegner leicht ein.
  • Achte darauf, dass Deine Ellenbogen nicht durchgedrückt sind und sich nahe am Körper befinden. Ein unerfahrener Kämpfer tendiert dazu seine Arme auszustrecken um den Gegner so weit von sich zu halten. Jedoch sind so die Möglichkeit schnell zuzustoßen oder schnell zu parieren beschränkt. Strecke Dein Schwert in Richtung Deines Gegners, nicht Deine Arme.
  • Die Redewendung "Miss zwei Mal bevor Du schneidest" drückt es sehr gut aus. In den meisten historisch überlieferten Fällen, war ein Schwertkampf mit dem ersten Hieb oder Stich beendet und dauerte meistens nicht länger als 30 Sekunden. Sei Dir Deiner Attacke daher sicher, denn wenn Du den Gegner verfehlst, wird Dein Gegner die Initiative übernehmen und die Angelegenheit mit einem tödlichen Streich beenden.
  • Suche und finde einen Abstand auf der Basis der Balance Deines und seines Schwertes. Wenn Du eine kürzere Klinge führst, geh näher heran und agiere innerhalb seiner Deckung. Ist Deine Klinge länger, kämpfe auf Distanz. Sind Eure Klingen ungefähr gleich lang, halte Dich in dem Abstand, in dem Du mit einem Schritt nach vorne angreifen kannst. Dein Abstand wird immer individuell sein, abhängig von Deiner Größe, der des Gegners, Klingenlänge, der Art des Schwertes und dem Kampfstiel. All dies beeinflusst den richtigen Abstand.
  • Bleib ruhig und zuversichtlich. Die innere und äußere Haltung kann einen Kampf genauso beeinflussen wie die Klinge selbst und sie ist ein effektives Strategem. Wenn Du nervös oder ängstlich bist, wird Dein Gegner vielleicht versuchen einen Vorteil aus Deinem fehlenden Selbstvertrauen zu ziehen und versuchen Dich dazu zu bringen einen tödlichen Fehler zu begehen. Besonnene Kämpfer verunsichern andere oft oder machen sie nervös. Du kannst aber auch Aggressivität zeigen und Deinen Gegner dadurch einschüchtern oder einfach vorgeben ängstlich und eingeschüchtert zu sein um Deinen Gegner so einzulullen und ihn zu einem Fehler zu verführen.
  • Am wichtigsten ist es, sobald der Kampf begonnen hat, den Fluss der Dinge zu erkennen und diese zu kontrollieren. Ein Kampf ist wie ein Tanz und hat seinen eigenen Rhythmus. Wenn Du diesen Rhythmus erkennst, kannst Du ihn beeinflussen. Dieses Konzept ist nur schwer zu transportieren und sollte mit einem Partner geübt werden. Lerne die Muster und den Fluss von einer Bewegung zur nächsten zu erkennen und dadurch Deinen Gegner zu lenken und zu kontrollieren. Dies bedarf jahrelanger Übung, ist aber, wenn man es beherrscht, schon der halbe Sieg.
  • Keine Schnörkel. Jede Bewegung oder Figur die nur des Effekt wegen gemacht wird ist nutzlos und gefährlich für einen selbst und dient keinem praktischen Zweck. Bewege Dich effektiv, dies ist kein Schaulaufen und niemand interessiert sich für elegante Bewegungen oder dafür, ob Du eine Gute Figur abgibst.
  • Ein Schwert ist nicht nur zum Schneiden da. Generationen von Kämpfern haben ihre Kämpfe mit einem finalen Stich für sich entschieden. Viele Anfänger tendieren dazu mit dem Schwert nur zu hauen oder zu schneiden. Die alten Römer sind ein gutes Beispiel dafür, dass man ein Weltreich mit einem Schwert und einer Technik erobern kann, die auf Stechen basiert. Stechen kann man von oben, von unten, von der Seite und von vorn. Wenn die Klinge scharf ist, genügt oft ein Vorbeigleiten mit der Schneide um den Kampf zu entscheiden. Dazu sollte man sich über die menschliche Anatomie im klaren sein. Wo liegen Blutgefäße, Arterien, Lymphknoten, Reflexpunkte und -zonen. Wo blutet man schneller und stärker, wo empfindet man eher Schmerzen. Die Kunst des Fechtens wird nicht ohne Grund mit dem Schachspiel verglichen.
  • Schau über den Tellerrand. Die Betrachtung und das Studium anderer Schulen und Stiele bringt oft neue Einsichten. Wer immer nur mit dem Katana nach der Überlieferung japanischer Schulen übt, sollte auch einmal schauen, was z.B. ein Rapierfechter in der Spanischen oder der Italienischen Schule tut. Auch die Beobachtung der historischen europäischen Stiele ist lehrreich. Es gibt nicht nur eine Wahrheit.
Der beste Kampf ist der, der nie statt gefunden hat. Nun hör auf zu lesen und fang an zu trainieren!

So sehen Kämpfe nur im Film aus!

Sonntag, 3. Januar 2010

Historisches Tameshigiri

Heute ist tameshigiri ein Teil der Nihontô Künste, ausgeführt an tatami omote Matten die einen menschlichen Körper bzw. Körperteile simulieren sollen. Im alten Japan wurden hierzu menschliche Körper benutzt, sehr selten auch lebende Menschen, jedoch meistens Körper exekutierter Verbrecher. Der Test diente als Qualitätstest für die Schwertklinge und das Ergebnis wurde meistens auf der Angel der Klinge vermerkt. Er wurde auch nur ein Mal durchgeführt. Die alten japanischen Schwerttests hatten nichts mit den heute durchgeführten Schnittests zu tun. Heute geht es meist um den Schnitt und nicht darum die Qualität einer Klinge zu bestimmen. Die Ergebnisse solcher Tests finden sich manchmal auf der nakago des getesteten Schwertes wieder, weshalb es nützlich ist die Terminologie zu verstehen wie auch einige Kenntnis der Verfahren und Praktiken um die Inschriften zu verstehen. Es gab verschiedene tameshigiri Systeme die in unterschiedlichen Epochen und in unterschiedlichen Gegenden angewandt wurden. Jede mit ihrer eigenen Terminologie. Das hier vorgestellte System ist das der Familie Yamada, die Schwerttester für die Tokugawa Shogune waren.

Viele der hier vorgestellten Informationen stammen aus dem Buch 'Sword and Same' von Henri L. Joly & Inada Hogitaro (1913).





In der folgenden Liste sind die Schnitte, die an der Leiche vorgenommen wurden nach abnehmendem Schwierigkeitsgrad aufgeführt.





Aus Sand aufgeschütteter dodan.

Auszug aus 'Sword and Same' von Henri L. Joly & Inada Hogitaro, 1913. Protokoll eines Tameshigiri.
"...Die Leichen die bei den Tests Verwendung finden, werden auf Verlangen von Okoshi no mono Bugyō von Machibugyô geliefert. Am Tag des Tests werden zwei Dodan errichtet, der Sitz (kenshiba) des Prüfers ist eine einzelne dünne Matte, der Boden zwischen kenshiba und tameshiba ist mit Sand bestreut und auf ihm stehen Yamada Asayemon und sein Gefolge (tedai, Deshi)... "
"...Zu einem bestimmten Zeitpunkt, wenn die Hinrichtung (Shioki) durchgeführt wurde, kehren die Beamten in ihre Amtsräume zurück, während die Leichen mit ihren Köpfen auf dem Tameshiba liegen. Dann erscheinen Honami der Schwertsexperte und seine Schüler sowie die Tachiai Okachi Metsuke (der Inspektor)..."
"...Der Okoshi no mono Bugyō (Gouverneur) erscheint später und wird vom Metsuke am Eingang des Sensakusho (Prüferbüro) empfangen. Wenn alles bereit ist, wird vom Wächter eine Ankündigung gemacht. Alle versammeln sich beim Kenshiba, gemeinsam mit dem Okoshi no mono Bugyō und seinen Assistenten, der den Ondôgu bako (Schatulle mit den Klingen) trägt. Der Okachi Metsuke sitzt auf der Seite des Tameshiba, zusammen mit dem Gefängniswärter (damals Ishide Tatewaki), dem Okobito Metsuke, Uchiyaku, Yamada Asayemon und seinen Helfern, die in Noshime Asakamishimo (schwarzer Kimono mit einem Band oder Streifen am Rand der Ärmel und dem Bund) gekleidet sind, die anderen tragen Asakamishimo. Der Eingang ist von Machikata Toshiyori Dôshin, Roya Uchiyaku Dôshin bewacht, die Öffentlichkeit hat keinen Zutritt. Das Haupttor ist ebenfalls von zwei Roya Dôshin bewacht..."




Für den Schnittest wurde die Kinge in einen besonderen Griff, dem kiri tsuka montiert.
Sie wurde dort mit den Keilen und dem mekugi fixiert.


"...Der Leichnam wird dann unter der Anleitung von Yamada Asayemon von zwei hinin auf dem Dodan ausgerichtet. Ein Mann händigt Asayemon die zu prüfende Klinge (ha awase) aus, der hebt sie zum Gruß an seine Stirn und befestigt sie in der Kiri Tsuka, dann zieht er den oberen Teil (Kataginu) seiner Kamishimo und seines Kimono aus, schaut zum Dodan und legt die Rückseite (mune) der Klinge auf die Leiche und hält die Tsuka mit der rechten Hand, mit der linken berührt er den Boden und begrüßt die Prüfer. Dann steht er auf, ergreift das Schwert mit beiden Händen und hebt es hoch über den Kopf (die Klinge fast senkrecht nach unten) und wenn alle seine Muskeln gespannt sind, schneidet er die Leiche mit dem Ausruf (yah!). Die Hinin entfernen die Leiche, Okoshi no mono Bugyō und die anderen Beamten prüft den Dodan und kehren dann auf ihre Plätze zurück. Anschließend verfasst Asayemon einen schriftlichen Bericht über den Zustand der Klinge..."



Schnitte im Iaido, Battodo und Tameshigiri

In den zwölf Formen (kata) des Seitei-Iai werden unterschiedliche Schnitte, Stöße und Stiche ausgeführt. Zusammengefasst sieht das aus wie auf der ersten Abbildung. Die Zahlen entsprechen der jeweiligen kata.



  1. mae 前 vorn
  2. ushiro 後 hinten
  3. ukenagashi 受流 empfangen und abfließen lassen
  4. tsukaate 柄当 Stoß mit dem Griff
  5. kesagiri 袈裟切 Schnitt entlang der Kesa
  6. morotetsuki 諸手突 Stich mit beiden Händen
  7. sanpogiri 三方切 Schnitt in drei Richtungen
  8. ganmenate 顔面当 Stoß in das Gesicht
  9. soetetsuki 添手突 Stich mit angelegter Hand
  10. shihogiri 四方切 Schnitt in vier Richtungen
  11. sogiri 総切 alle Schnitte
  12. nukiuchi 抜打 ziehen und schlagen

Umgesetzt auf eine Tatami-Rolle - hier sollte ein o-makiwara aus sechs Rollen verwendet werden - sieht das dann so aus.




Die Schwierigkeit wird schnell deutlich, wenn man sich vergegenwärtigt, dass einige der Schnitte den Körper nicht verlassen. Aber auch im Iaido wird immer wieder der Schnitt auf einen Gegner und dann das Zuwenden zu einem anderen, hinter einem stehenden Gegner und dann das Herausziehen der Klinge simuliert. Versucht man dies einmal an einer Tatami-Matte, werden einige der Unterschiede zwischen "Realität" und Dojo-Training erkennbar.

Eine weitere wichtige Schnittabfolge sind die im suburi des Battodo geübten 18 Schnitte. Diese Schnitte und ihre korrekte und fließende Ausführung sind eine Grundvoraussetzung und wichtige Vorübung für kumitachi Training.

Die hier dargestellten 18 Schnitte werden mit Partner durchgeführt.




Die 18 Schnitte

Das bokken wird (im Gegensatz zum ZNKR-Iai) horizontal an der linken Seite getragen.

Der Abstand der beiden Übenden zueinander ist „Issoku itto no maai“ ("Ein-Schritt / Ein-Schwert Abstand." Das ist der Abstand, von dem aus der Gegner mit einem Schritt getroffen werden kann, oder aber mit einem Schritt seinem Schlag ausgewichen werden kann.)

Gegenseitiges Verbeugen.

Beide ziehen ihre Schwerter mit gleichzeitigen vorsetzen des rechten Fußes, und nehmen Chudan no Kamae (mittlere Haltung, Tsuka etwa in Bauchnabelhöhe, die Spitze (Kensen) wird auf die Kehle des Gegners gerichtet) ein. Wobei sich die Klingen im oberen Drittel kreuzen.

Der (passiv) Übende hebt das Chudan no Kamae auf, bringt sein Schwert von unten seitlich über die rechte Schulter und geht in eine Waki no Kamae ähnliche Stellung.
Der (aktiv Übende) bleibt in Chudan no Kamae.

Hidari (links) und Migi (rechts) bezieht sich immer auf die Körperseite beim passiv Übenden, also dem Partner der „geschnitten“ wird.

Bei allen Schnitten gilt, dass der aktiv Übende bei Hidari das rechte Bein vorn stehen hat und bei Migi das linke Bein.

Beim zurück gleiten „Suri Ashi (gleitender Fuß - Bewegung) bleiben die Füße in gleichen Abstand zu einander.

Wird nun aus dieser Position Migi (also rechts beim Gegner) geschnitten, dann kommt das linke Bein nach vorne. Hier nach den Schnitt zurück gleiten (Suri Ashi) Mit beiden Füßen im gleichen Abstand zurück gleiten.

Der erste Schnitt Shomen und der letzte Tsuki werden traditionell nicht mitgezählt, weshalb es eigentlich 16 Schnitte und nicht 18 sind.

1. Shomen - Senkrechter Schnitt zu Shomen.

2. Hidari Men - Schnitt zur rechten Schläfe.

3. Migi Men - Schnitt zur linken Schläfe.

4. Hidari Kubi - Schnitt zur rechten oberen Halsseite.

5. Migi Kubi - Schnitt zur linken oberen Halsseite.

6. Hidari Yoko Kubi - Schnitt rechte Halsseite , waagerecht durch den Hals.

7. Migi Yoko Kubi - Schnitt linke Halsseite waagerecht durch den Hals.

8. Hidari Kesa Giri - Schnitt durch das Kesa.
Von oben nach unten.

9. Migi Kesa Giri - Schnitt durch das Kesa.
Von oben nach unten.

10. Hidari Yoko Kesa Giri - Schnitt durch das Kesa, gleicher Schnitt zurück.
Von unten nach oben.
Der rechte Fuß geht vor und es wird von oben nach unten durch das Kesa geschnitten. Dann kommt der linke Fuß in Höhe des rechten Fußes (parallel) und beim zurücksetzen des rechten Fußes wird von unten nach oben durch das Kesa geschnitten.

11. Migi Yoko Kesa Giri (Migi Kiriage) - Schnitt durch das Kesa, gleicher Schnitt zurück.
Von unten nach oben.
Der linke Fuß geht vor und es wird von oben nach unten, durch das Kesa geschnitten. Dann kommt der rechte Fuß in Höhe des linken Fußes (parallel) und beim zurücksetze des linken Fußes wird von unten nach oben durch das Kesa geschnitten.

Ab hier geht der passiv Übende in Jodan no Kamae (obere Haltung). Die Klinge wird über dem Kopf gehalten, mit ca. 40 - 50 Grad nach hinten geneigter Spitze).

12. Hidari Kote - Schnitt linkes Handgelenk.

13. Migi Kote - Schnitt rechtes Handgelenk.

14. Hidari Do - Schnitt unterhalb linken der Achsel des passiv Übenden.

15. Migi Do - Schnitt unterhalb der rechten Achsel des passiv Übenden.

16. Hidari Suihei Do - Waagerechter Schnitt unter Bauchnabel (wie bei ZNKR Sogiri) linke Seite des passiv Übenden.

17. Migi Suihei Do - Waagerechter Schnitt unter Bauchnabel (wie bei ZNKR Sogiri) rechte Seite des passiv Übenden.

18. Tsuki - In den Suigetsu (Plexus Solaris) mit Kiai und sofortiger Korrektur durch den passiv Übenden.

Beide Übende gehen in Chudan no Kamae und kreuzen die Klingen. Beide führen Yoko Chiburi aus, dann Noto und Verbeugung.