Sonntag, 28. Februar 2010

Dinge die niemand braucht!

Katana Regenschirm

Wenn man zeigen will wessen Geistes Kind man ist, hier das "richtige" Accessoire!


Dieser Geschenkartikel ist für Liebhaber des Iaido, der Samurai, der japanischen Schwerter und der Ninja. Dieser einzigartige Regenschirm ähnelt einem japanischen Schwert mit handgewickelter Tsuka; Tsuba & Habaki sind aus Metall. Der Schirm ist in Silber, was an die Farbe der Klinge erinnern soll oder in Schwarz, was einen eher würdigeren Look bietet, erhältlich. Das Innenfutter ist schwarz. Die Länge ohne Griff beträgt 70 cm (entspricht ungefähr 2,3 shaku). Die Hülle ist im Preis enthalten und hat einen Schultergurt für den einfachen Transport.

Preis: ¥6,000.00 (ca. EUR 50,-, zzgl Versand und Zoll)
Wer meint sowas zu brauchen: http://www.tozandoshop.com/Katana_Umbrella_p/136-meitobk.htm

Samstag, 27. Februar 2010

Bücher die keiner braucht!

Vor einiger Zeit schon erschien ein Buch, das in der Welt des Deutschsprachigen Kyudo zu wahren Unmuts- und Erheiterungsstürmen führte. Noch nie ist über Kyudo ein solcher Unfug publiziert worden. Als ich vor einigen Tagen zwei Bücher zum Thema Iaido aus dem selben Verlag in die Hände bekam, war ich sofort neugierig und auch voreingenommen. Meine Voreingenommenheit war jedoch, wie sich später zeigte, berechtigt.
Zuerst einmal ist der Satz der Bücher eine Frechheit. Der Text wimmelt von Trennungszeichen an Stellen wo sie nicht hingehören. Teilweise wird dadurch das Lesen fast zur Qual. Der Textaufbau entlarvt die Werke sehr schnell als schlechte Übersetzung eines meiner Meinung nach nicht sachkundigen Übersetzers. Der Inhalt an sich ist eine Aneinanderreihung von Lobhudeleien an den großen mystischen Meister. Vom Meister, Sueyoshi Akeshi heißt es in dem Buch er wäre ein international anerkannter Meister und Shugendo Mönch und er praktiziert seinen eigenen Stil "Mugenkai". Die dort vorgestellten Kata, Techniken und Übungen erinnern sehr an rhythmische Sportgymnastik und erscheinen mir nicht nur unvollständig, schlecht erklärt und miserabel übersetzt, sondern auch als schlichtweg gefährlich für den der das nachahmen will!

Nun ist in jedem Haufen Schmutz auch oft eine kleine saubere Perle zu entdecken und auch hier ist dem so. Jedoch nicht im Buch über Kyudo (obwohl ich hier noch einmal festhalten möchte, dass dieses Buch mit Kyuo nichts zu tun hat!) sondern lediglich in den Iaido Büchern. Es werden einige interessante Trainingskonzepte und Hintergründe kurz angeschnitten und wer daraufhin anfängt selbst weiter zu recherchieren bekommt aus anderen Quellen dann wirklich interessante Einsichten und Informationen. Jedoch rechtfertigt all dies nicht die Anschaffung dieser Bücher, für die jeder ausgegebene Cent ein zu viel ausgegebener Cent ist!


Prädikat: Überhaupt nicht empfehlenswert!!!! Finger weg!!!!!

Mein Lieblingszitat aus dem ersten Band Iaido:
Die Kunst des "Provozierens" im Iaido
Ein Video von mir handelt vom grundlegenden Konzept des Provozierens, was in der Technik des "Go no sen" sehr wichtig ist. In unserem Stil, dem Iaido, nehmen wir vor dem Ausführen des "Go no sen" den Kopf nach vorne und neigen den Kopf viel stärker als in anderen Stilen. Im System des "Maniwa Nen Ryu", das einen großen Einfluss auf unser System ausgeübt hat, nimmt man diese Position so extrem ein, dass man fast das Gleichgewicht verliert. Die Idee ist, dass der Gegner unseren Kopf angreifen soll. Wenn jener von dieser Provokation keinen Gebrauch machen sollte, müssen wir angreifen (Sen no sen) und andere Mittel einsetzen. Denn es gibt keine Allroundtechnik! Flexibel muss man sein!

Zur Erklärung:
Sen no sen: Gegenangriff, im Moment des Angriffs.
Go no sen: Gegenangriff nach dem Moment des Angriffs.
Maniwa Nen Ryu (馬庭念流) siehe: http://www.tenshukaku.de/maniwa.htm

Ein anderes Schmankerl:
"Die Idee des Iaido basiert darauf, das Leben des Gegners - auch auf rituellem Wege - mit einem perfekten Schnitt zu beenden; dies ist eine von allen respektierte Tatsache. Früher sagte man, dass das Katana nicht gezogen werden dürfe, wenn sich die Schneide dabei nicht mit (fremdem) Blut benetzen sollte, weswegen sich der Schwertträger häufig selbst einen kleinen Schnitt am Finger beibrachte, um dieses Ritual zu erfüllen. Heute schneiden wir uns nur noch in den Finger, wenn wir Fehler machen..."

Der zweite Band macht deutlich worum es sich bei diesen "Machwerken" eigentlich handelt. Beide Iaido Bände, der zweite ganz besonders, sind Begleitbücher zu den dazu publizierten DVDs. Im zweiten Band wird in dem 17seitigen Text (davon ist gut die Hälfte Vorwort und Lobhudeleien) auf die DVD eingegangen in denen zusätzlich noch so iaidospezifische Techniken wie Yari-, Bo- und Shuriken-Techniken gezeigt werden. Die DVDs kosten dann gleich noch einmal EUR 38,99.

Ein Zitat aus dem zweiten Band zeigt auch hier recht deutlich worum es sich bei diesem Meister handelt:
"Im Shugendo habe ich erfolgreich zahlreiche Herausforderungen, denen ich mich gestellt habe, gemeistert, so wie das Okugake (ausgiebige Wanderungen), die 8000 Goima (Feuerzeremonien), Kegyo (Feuerzeremonien mit Meditation), 100 Tage Kai Hogyo (Bergwanderungen) in Kubote und spezielle Meditation Fudo Bo mit 10.000 Sutra. Ich habe zwanzig Tage gefastet, zehn davon beerdigt."

Vielleicht ist ja auch der "Meister" ganz vernünftig und er hatte nur das Pech Alfredo Tucci, dem Geschäftsführer von "Budo International Publishing Co." in die Hände zu fallen, der dann daraus diese Machwerke erschuf. Im zweiten Band wird noch deutlicher als im ersten, dass es sich hier um eine grauenvoll schlechte Übersetzung entweder aus dem Spanischen oder Portugiesischen handelt.


Iaido - Die Kunst, das Schwert zu ziehen
von Sueyoshi Akeshi, Kampfkunst International (Sportimex)
ISBN: 3868360395
Preis: EUR 19,00

Fortgeschrittenes Iaido: Die japanische Kunst, das Schwert zu ziehen
von Sueyoshi Akeshi, Kampfkunst International (Sportimex)
ISBN: 9783868360530
Preis: EUR 19,95

Kyudo - Die Stille und der Pfeil
von Shidoshi Jordan & Juliana, Kampfkunst International (Sportimex)
ISBN: 9788496492837
Preis: EUR 19,00

Auf Amazon.de gibt es eine Rezension zu diesem Buch, in der es heißt: "Wenn man versuchen würde alle Fehlleistungen in diesem Buch zu rezensieren, würde etwa ein genauso umfangreiches Werk herauskommen."

Freitag, 26. Februar 2010

Ausgefallene Trainingsmethoden: Jikishin Kage Ryu und Geta (下駄).

Bereits erwähnt habe ich das schwere Suburito Bokken. Im Kenjutsu der Jikishin Kage Ryu wird zum Training der wohl schwerste Bokken überhaupt verwendet. Dieser Stil legt seinen Schwerpunkt unter anderem auf "Kokyu", der richtigen Koordination von Atmung und Bewegung. Dazu werden für das Suburi "kreuzbrechende", superschwere "Furibo Bokken" verwendet, die ein Gewicht von bis zu 100kg haben (das ist kein Witz!). Für das "normale Training wird ebenfalls ein sehr schweres Bokken benutz, das so um die 1,3 kg wiegt.
Die Arbeit mit solch einem "Furibo" ist nicht allein darauf ausgelegt die Muskulatur auszubilden und zu stärken, sondern die Koordination von Atmung und Bewegung zu trainieren. Nur mit Kraft allein wird man solch ein Bokken nicht bewegen können. Der Stil des Jikishin Kage Ryu war wegen seiner Zweckmäßigkeit und seiner modernen und effektiven Trainingsmethoden einer der am meisten praktizierte Kenjutsu Stile in der späten Edo-Zeit. Die beiden angesehenen Kämpfer Kenkichi Sakakibara und Otani Seiichiro übten und lehrten Jikishin Kage Ryu. Auch der Gründer des Daito Ryu Aiki Jiujutsu, Takeda Sokaku soll neben Ono-ha Itto Ryu auch intensiv diese Schule trainiert haben.



Eine weitere Besonderheit in dieser Schule ist das Training auf Geta (下駄). Geta sind die japanischen Holzsandalen, die zusammen mit traditioneller Kleidung getragen werden. Auf dem hölzernen Fußbett (台 dai, wörtlich: Stand) ist ein Riemen so befestigt, dass er, zwischen dem ersten und zweiten Zeh nach oben und von dort nach rechts und links unten geführt und so dem Fuß Halt im Fußbett verschafft. Das Fußbett selbst ruht auf einer meist zweigeteilten, ebenfalls hölzernen Sohle, die im Japanischen mit 歯 (ha, Zähne) bezeichnet werden. Durch die hohe Sohle sollen die Füße des Trägers vom Erdboden abgehoben und so vor Schlamm und Unrat geschützt werden, die früher auf den Straßen herumlagen.
Das Laufen mit diesen Geta verursachte früher das klackernde Geräusch, das heutzutage fast völlig aus dem Japanischen Leben verschwunden ist. Heute tragen nur noch Geisha und Sumo-Ringer in den unteren Ligen Geta. Die Einführung von Kanalisation und befestigten Straßen machte das Tragen dieses Schuhwerks unnötig. Jedoch sei hier kurz darauf hingewiesen, dass in der Orthopädie und Physiotherapie wieder auf Übungen mit Geta zurück gegriffen wird. Das Gehen mit den Geta hilft beim Aufbau muskulärer Dysbalancen und hilft in der Prävention den Hallux valgus abzuwenden. So wurde z.B. in Japan mit dem Aufkommen des „europäischen“ Schuhwerkes und der damit verbundenen Vernachlässigung der traditionellen „Geta“ eine Versechsfachung der Hallux-valgus-Fälle festgestellt.


Für das Training in Geta eignet sich die "Zweizahn-Geta" und die "Einzahn-Geta" (一本歯下駄). Während Geta im Allgemeinen über eine zweigeteilte Sohle verfügen, gibt es auch eine Variante mit nur einem einzigen Quersteg pro Schuh aufweist. Diese Geta sollen der Überlieferung nach von den Tengu getragen worden sein. Gerade heute erfreut sich dieses Modell neuer Beliebtheit im Wellness- und Chiropraktik-Bereich, da diese Geta-Variante dem Gleichgewichtssinn, der Körperbalance sowie den Beinmuskeln zuträglich sein soll. Auch ist diese einzahnige Variante die "Outdoor" Geta, denn eigenartigerweise ist man in schwierigem Gelände, im Wald und auf dem Feld mit dieser Geta schneller und bequemer unterwegs als mit der zweizahnigen, weshalb sie früher von Bauern bei der Arbeit getragen wurde.


Was nun das Training anbelangt, so wird während des gesamten Trainings einfach Geta getragen und es wird "ganz normal" trainiert. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es gar nicht so lange dauert, bis man auf den Geta sicher laufen und trainieren kann. Jedoch ist zu Anfang Vorsicht geboten, da Stürze bestimmt unvermeidlich sind. Deshalb sollte zu Beginn nur mit dem Bokken trainiert werden um Verletzungen zu vermeiden. Das Training auf Geta sensibilisiert die Füße, hilft den Gleichgewichtssinn zu fördern und die eigne Mitte zu stärken. Fußsohlen, Hüften, Knie und Sprunggelenke werden ausgebildet und vereint.

Im Japanischen gibt es eine Redensart: "Ein Kampf ist nicht beendet, bevor man nicht wieder die Geta anzieht."
Da ein schnelles, sicheres Laufen in Geta schwierig ist, und Holz auf vielen Untergründen rutscht, wurden in der Feudalzeit Japans die Geta von zwei Duellanten vor dem Kampf ausgezogen, und man kämpfte in Tabi oder barfuss. Erst wenn der Kampf eindeutig entschieden war, hatte man Zeit, wieder in die Geta zu steigen.

Einfache Geta gibt es unter anderem hier: http://www.japanwelt.de/geta/

Donnerstag, 25. Februar 2010

Kihongiri 基本切り - Standard Schnitte (Tameshigiri)

Damit die Verwirrung nicht zu groß wird, hier einige Erklärungen und Übersetzungen der in den Tameshigiri Kata verwendeten Schnitte.

  • Suihei 水平 – horizontaler Schnitt von links nach rechts und dann umgekehrt von rechts nach links.
  • Hidari Kesa 左袈裟 – diagonal nach links unten geführter Schnitt.
  • Migi Kesa 右袈裟 - diagonal nach rechts unten geführter Schnitt.
  • Migi Kesa / Gyaku Kesa 右袈裟/逆袈裟 - diagonal nach rechts unten geführter Schnitt, gefolgt von einem umgekehrten diagonalen Schnitt.
  • Hidari Kesa / Gyaku Kesa 左袈裟 /逆袈裟 - diagonal nach links unten geführter Schnitt, gefolgt von einem umgekehrten diagonalen Schnitt.
  • Jōdan 上段 – hoher vertikaler Schnitt. Rechte Hand endet auf Schulterhöhe.
  • Chudan 中段 – mittlerer vertikaler Schnitt. Kissaki endet auf Höhe der Kehle.
  • Gedan 下段 – niedriger vertikaler Schnitt. Kissaki endet auf Kniehöhe.
  • Migi 右 - rechts.
  • Hidari 左 - links.
  • Gyaku 逆 – umgekehrt.
  • Kesa Giri袈裟切り – diagonal nach unten geführter Schnitt.
  • Kesa 袈裟 – diagonal getragene Priesterschärpe.
  • Kiri Age 斬上 - großer diagonaler Schnitt, wie Gyaku Kesa Giri, diagonaler aufwärts Schnitt.
  • Giri 切 - Schnitt.
  • Yoko 横 – seitwärts.
  • Kiri Kaeshi 切り返し – den Schnitt erwidern.
  • Tsuki 突 - Stich.
  • Shin Choku Giri 真直切(?) - mit gespreizten Beinen, von oben nach unten geführter vertikaler Schnitt (von Jodan nach Gedan). Wie Kiri Otoshi.
  • Suemono Giri 据え物切り - vertikaler Schnitt. Wörtlich „stehendes, nicht lebendes Ziel schneiden“. Dieser Begriff war über lange Zeit ein Synonym für Tameshigiri.

Dienstag, 23. Februar 2010

Hayanuki (Nachtrag)

Hayanuki sollte nicht bei öffentlichen Vorführungen gezeigt. Die Kata enthalten kein Zanshin und das Noto wird sehr schnell ausgeführt. Die Kata selbst, werden im normalen Tempo ausgeführt. Man sollte immer beachten, dass dies eine Methode ist, die angewandt wird, wenn man nur wenig Zeit zur Verfügung hat. Keinesfalls ist es eine Methode, die verwendet wird wenn man die Zeit einsparen will.
Man steht auf den Zehen (Ballen) und zieht den Fuß nur bis in Kniehöhe zurück. Keinesfalls sollte der Fuß zum anderen Hacken geführt werden. Die Hände bleiben am Schwertgriff. Ein Atemzug sollte für bis zu sechs Kata reichen. Ein Atemzug für bis zu drei Kata ist ideal, einer pro Kata ist das absolute Minimum (wenn man auser Atem gerät, sollte man es lassen!). Da in dieser Übung das Noto sehr schnell ausgeführt wird und es kein Zanshin gibt, sollte die ganze Übung mit allen Kata in unter einer Minute ausgeführt werden. Die Kata haben dabei ihre normale Geschwindigkeit und ihren normalen Rhythmus.
Es gibt eine Methode, bei der die Reihenfolge der Techniken aus dem Eishin Ryu 1, 2, 3, 4, 5, 7, 6, 8, 9 ist. Beendet wird mit Ukenagashi aus dem Omori Ryu. Dieses Schema ermöglicht es, die Übung an genau dem Punkt zu beenden, an dem sie begonnen wurde.

Variationen:
In einer Variante führt man die Übung ohne Schwert aus. Die Finger werden ruhig beieinander gehalten und man konzentriert sich nur auf die richtige Körperhaltung. Auch hier wird an der selben Stelle beendet an der begonnen wurde.
Eine andere Variante geht davon aus, dass man ständig einen Gegner in Shomen visualisiert. Das bedeutet, dass man sich jedes Mal so drehen muss, das man beim Noto in die richtige Richtung schaut. Die Kata werden in der normalen Reihenfolge ausgeführt, nicht in der veränderten oben beschriebenen.
Eine andere Variante ist die Kata einhändig auszuführen. Die linke Hand bleibt an der Koiguchi, außer bei Hikitaoshi (nach unten ziehende Schnitte) oder Haneage (ruckartig bewegen, das Schwert aufwärts schnellen lassen) Bewegungen. Alle Kiriotoshi (abwärts führende Schnitte) werden einhändig ausgeführt.
Schliesslich kann man die auch ganz einfach die Kata in ihrer normalen Reihenfolge durchlaufen, ohne sich um die Geschwindigkeit und die Endposition zu scheren.

Quelle: "Kim's Big Book of Iaido, Volume 4 - Eoshin Ryu"
http://sdksupplies.netfirms.com/cat_manual.htm

Montag, 22. Februar 2010

Prüfungsvorbereitungslehrgang Iaido 2010

Eine schnelle Eilmeldung:

Im Löwendojo Baraunschweig findet ein "Prüfungsvorbereitungs-Lehrgang" statt.
Unter der Leitung von Andrea und Peter Röder kann man sicher gehen, dass man gutes Iaido lernt!!


Hingehen absolut empfohlen!!!

Veranstalter:
Löwen Dojo Braunschweig e.V.
Ort Carl-Gotthard-Langhans Schule
Wilhelm-Brandes-Str. 9
38304 Wolfenbüttel

Zeiten:
Samstag 19. Juni 2010 13:00 – 18:00
Sonntag 20. Juni 2010 10:00 – 14:00

Leitung:
Peter Röder, 5.Dan Iaido
Andrea Röder, 4.Dan Iaido

Thema:
ZNKR-Iaido (& ggf. Koryu) mit Videoanalysen.
Bitte USB-Sticks oder ext. Festplatten mitbringen, dann könnt Ihr Eure Videos gleich mitnehmen.

Kosten: 30,- €

Übernachtung: Siehe http://www.wolfenbuettel-tourismus.de

Verpflegung: Selbstverpflegung. Samstag Abend ist ein gemeinsamer Restaurantbesuch geplant

Haftung: Ausgeschlossen.
Das Üben mit scharfen Schwertern (Shinken) ist nicht gestattet!

Anmeldung bis zum 11. Jini 2010 bei:
Florian Bubser
florian@bubser.de
Tel. 01 73 – 212 43 73
Anfahrt Navi oder Goolge Maps. Bei Fragen, bitte melden

Die Hasen vom Löwen Dojo freuen sich auf Euch!

Katori Shinto Ryu-Video (Risuke Otake Sensei)

Hier ein Link zu einem der besten Katori Shinto Ryu-Videos (Risuke Otake Sensei) den ich bisher gesehen habe. Die Performance ist beeindruckend und auch hier stehen die Ausführenden beim Schneiden absolut gerade, da knickt keiner ab und geschnitten wir mit Technik und nicht mit Kraft. Da sollten sich einige der derzeit national und international unterrichtenden Iaidoka, Iaijitsu, Kenjitsu und Shinkendo Lehrer/Meister mal eine Scheibe abschneiden!!
Mein Dank geht an Frank, der dieses Video gefunden hat!.


Sonntag, 21. Februar 2010

Hayanuki 早抜き

In Chuden 中伝 (Hasegawa Eishin Ryu 長谷川英信流) des Muso Shinden Ryu (夢想神伝流) Tachihiza Iai gibt es eine besondere Methode die Kata ohne Unterbrechung, hintereinander auszuführen, ohne dass nach jeder Kata aufgestanden und diese formal beendet wird. Der Überlieferung nach soll Oe Masamichi (1852–1927), der 17. Soke der Jikiden Eishin Ryu (無双直伝英信流), diese Variante eingeführt haben.
Der Begriff Hayanuki (schnelles ziehen) bezient sich nicht nur auf das „schnelle Ziehen“, auch muss jede Bewegung getrennt voneinander ausgeführt werden. Das richtige Timing zwischen den Bewegungen muss eingehalten werden, damit die einzelnen Bewegungen und die Kata nicht verwischen. Es geht nicht um Schnelligkeit, sondern darum die Kata fließend und sauber auszuführen.

Laut Yamatsuta Higeyoshi Sensei wird man die Bedeutung und den Inhalt von Hayanuki nicht verstehen können, wenn man nicht bereits ein Meister ist und Shoden und Chuden über mindestens zehn Jahre intensiv geübt hat. Wenn man nur versucht schnell zu ziehen, wird sich die Form verschlechtern und nutzlos werden. Aus diesem Grund wird diese Übung nicht für Anfänger empfohlen, sollte aber zumindest bekannt sein. Die Methode des Hayanuki lässt sich auch auf die anderen Schulen, ja auch auf die Seitei-Iai Kata übertragen.

Beim Hayanuki beginnt man mit der ersten Form indem man nach Shomen blickt und beendet die letzte Form indem man wieder nach Shomen ausgerichtet ist. Dazu wird manchmal in der Abfolge der Kata die sechste (Iwanami - 岩浪) mit der siebenten Kata (Urokogaeshi - 鱗返) ausgetauscht und in Kata sieben wird dann außerdem nach rechts gedreht.

Für das schnelle Ziehen nach rechts gibt es die Variante, ein schnelles einhändiges Ziehen durchzuführen, jedoch erscheint diese Methode komplizierter als die beidhändige. Der Vollständigkeit halber sollte dies jedoch erwähnt werden.

Es gibt Gelegenheiten bei denen Hayanuki bei einer Taikai ausgeführt wird, jedoch ist Hayanuki eine sehr persönliche Übung und wird niemals bei einer Embu vorgeführt.

Es gibt Iaidoka die Hayanuki praktizieren wenn sie nicht genug Zeit zum regulären Trainieren haben. Der Anfänger ist jedoch besser beraten seine Zeit mit der ersten Seitei-Iai Kata „Mae“ (前) zu verbringen. Die meisten der Europäischen Iaidoka sind viel zu eifrig dabei so viele Techniken (Waza - 技) wie nur möglich zu erlernen, ohne jedoch Mae gemeistert zu haben und (perfekt) zu beherrschen. Es ist eine Sache, die „äußere Form“ einer Technik zu erlernen, aber etwas völlig anderes diese Schale zu durchbrechen und zum „Herz“ einer Waza zu gelangen. Als Iaidoka sollte man nicht davon eingenommen sein wie viel man glaubt zu wissen, sondern sich darauf konzentrieren was man versteht und wie man es zum Ausdruck bringen und perfektionieren kann.

Chūden – 中伝 – mittlere Stufe
(Hasegawa Eishin ryū – 長谷川英信流)
  1. Yokogumo 横雲 -  seitliche Wolke
  2. Toraissoku 虎一足 - Fuß des Tigers
  3. Inazuma 稲妻 - Blitz
  4. Ukigumo 浮雲 - schwebende Wolke
  5. Yamaoroshi 颪 - Bergwind
  6. Iwanami 岩浪 - Welle am Fels
  7. Urokogaeshi 鱗返 -  umgedrehte Fischschuppe
  8. Namigaeshi 浪返 - umschlagende Welle
  9. Takiotoshi 滝落 - Wasserfall
  10. Nukiuchi 抜打 - schnell ziehen und schneiden

Samstag, 20. Februar 2010

Seltene Koryu - Teil 1: Koden Hachiman Ryu Jissen Battojutsu

In unregelmäßigen Abständen möchte ich einige seltene bis unbekannte Koryu vorstellen. Hier die erste Ryu aus Okinawa, in der sich chinesische und japanische Einflüsse kombinieren. Okinawa ist die Heimat vieler wirklich alter Kampfkunstschulen und Stilrichtungen. In Europa sind mir nur einige italienische Schüler von Meister Hamamoto bekannt.

Koden Hachiman Ryu Jissen Battojutsu
古傳八幡流実戦抜刀術

Leitung: Meister (Soshu) Hisao Hamamoto Dairyu
古傳八幡流実戦抜刀術濱本傳抜刀会主宰本部及び沖縄無外流無章会第14代継承者

Meister Hamamoto ist das Oberhaupt des "Koden Hachiman Ryu Jissen Battojutsu Hamamotoden Batto Kai" und das 14. Oberhaupt des "Okinawa Mugai Ryu Musho Kai".
Master Hamamoto leitet als Erbe seiner Vorfahren das Training in den 12 Waza der Koden Hachiman Ryu Jissen Battojutsu.
Begründet von Seefahrern, welche die Ostchinesische See um Kyushu zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert befuhren, wurde diese Ryu an Hamamoto von überliefert.
Die Schüler lernen eine Vielzahl von Schnitten, die mit dem Shinken ausgeführt werden.
Meister Hamamoto unterrichtet auch Mugairyu Kata, die sich in der Edo-Zeit auf dem Japanischen Festland Japan entwickelt hat. Die Schüler üben zunächst Kata, die aus den Sitztechniken Suwari Waza, den Standtechniken Tachi Waza und der Kampftechnik mit dem Bokken Kumitachi bestehen. Jeden Monat wird am Samstag auch ein Tameshigiri Training angeboten.
Meister Hamamoto und seine Schüler legen großen daruf ihre Fertigkeiten durch tägliches Training weiter zu entwickeln. Auch glaubt Hamamoto, dass ausdauerndes Üben mit dem Bokken oder dem Schinken sehr wichtig ist.
Es gibt Koden Hachiman Ryu Jissen Battojutsu Schüler in den U.S.A., Kanada, Großbritannien, Italien und einigen anderen Ländern, die regelmäßig in dem Hamamoto innewohnenden Geist der Samurai Battojutsu trainieren. Interessierte und ambitionierte Schüler sind nach vorheriger Anmeldung willkommen.

Interessante Bilder sind hier zu finden: http://hachimanryu.web.fc2.com/english.html

Trainingszeiten:
Jeden Samstag und Sonntag: 9:00-12:00, 13:30-16:30, 17:00-19:30

Anschrift:
1F "Kenritsu Budokan"
52 Onoyama-cho
Naha City, Okinawa
Japan

Donnerstag, 18. Februar 2010

Kamae 構え

Die Kamae wird allgemein als die Grundhaltung oder Ausgangsstellung des Kämpfers bezeichnet. Die Kamae setzt sich aus der äußeren und der inneren Haltung zusammen und ist dabei auf die Eigenarten der jeweiligen Kampfkunst angepasst. Oft gilt aber, dass man in dieser Haltung auf einen Angriff reagieren kann, aber auch aus dieser Haltung Angreifen kann.
In ihren alten Formen weisen die Kamae oft bemerkenswerte Lücken auf. Stellen an der Schulter, dem Oberkörper oder den Händen, in denen die Waffe gehalten wird, scheinen Gefahren geradezu heraufzubeschwören. Wenn man diese Haltungen betrachtet, mag man denken, dass die Krieger recht selbstmörderisch gewesen sein müssen und nur darauf aus, erschlagen zu werden. In gewisser Weise laden die Kamae der alten Schulen (Koryu) den Gegner tatsächlich zum Angriff ein. Sie sind Köder, tödliche Fallen. Die Lücken in den Haltungen der alten Schulen sind nämlich keine Strategiefehler, sondern wohlüberlegte Bestandteile der Strategie. Die Kamae führen zu voraussehbaren Angriffen des Gegners, die der erfahrene Kämpfer kontrollieren kann. Wenn er ein bestimmtes Ziel anbietet, weiß er, aus welchen Richtungen Angriffe kommen können. Daraus zieht er seinen Vorteil
Diese Erkenntnis ist in fast allen Kampfkünsten verbreitet. Auch in den Huten der klassischen Europäischen Fecht- und Schwertkampfkünste findet sich diese Strategie wieder. Die Hut (auch Lager oder Leger) ist eine Grund- bzw. Ausgangsstellung im europäischen Fechten.


Die Relevanz der richtigen Huten und dem entsprechenden Bruch gegen diese sieht man allein dadurch, dass dem "Brechen" der Huten viel Aufmerksamkeit in den historischen Manuskripten beigemessen wird. Auch wenn sie in diesen Manuskripten nicht als einzelne Kapitel erscheinen, so sind sie dennoch ein Bestandteil sehr vieler beschriebener Techniken. Unter dem Brechen einer Hut versteht man, dass man den Gegner dazu veranlasst die Grundstellung zu verlassen. Allgemein gelten folgende Regeln:

Hut Ochs - Bruch durch Krumphau
Hut vom Tag - Bruch durch Zwerchhau
Hut Pflug - Bruch durch Schielhau
Hut Alber - Bruch durch Scheitelhau


„Der erst haw ist der Krumphaw. Der bricht die hut des ochsen.
Der ander ist der zwerhaw. Der bricht die hutt vom tage.
Der dritt ist der schyllhaw. Der bricht die hut deß pflugs.
Der vierdt ist der schaittler. Der bricht die hut alber.“

Die Huten wie auch die Kamae dürfen jedoch nicht als ein rein statisches Verharren in einer Position angesehen werden. Das oftmalige wechseln der Ausgangsstellungen vor dem ersten Klingenkontakt (anbinden) gilt als ein wichtiges Kriterium beim Fechten der deutschen Schule des 15. Jahrhunderts.
Betrachten wir die klassischen Kamae der "Muso Shinden Ryu", so finden wir hier die Kamae:

Jodan, unterschieden in Migi Morote Jodan und Hidari Morote Jodan.
Chudan
Gedan
Wakigamae
Hasso, auch hier Migi und Hidari.
Uragasumi
Omotegasumi


Im Seitei-Iai wie es heute gelehrt wird sind die Unterscheidungen im Jodan und die beiden Kamae Omotegasumi Uragasumi fast völlig verschwunden.
Dem „modernen“ Iaidoka mag die Kamae wie eine feste Burg vorkommen. Für den Bushi der alten Zeit, war die Kamae ein lebendiges Ding, das gleichzeitig Schutz vor aber auch Falle für den Gegner war. Kamae ist die wirkliche Meisterprüfung. Schon in der Kamae, also bevor eine Bewegung eingeleitet wurde, unterscheidet sich der Anfänger deutlich vom erfahrenen Kämpfer. Es gibt in Japan unzählige Geschichten, wie Duelle zwischen Samurai schon in der Kamae entschieden wurden, ohne dass ein einziger Hieb gefallen war.


Viele glauben, dass die beste Verteidigung angespannte Bereitschaft ist, dass man in seinem Kopf Unmengen von Techniken und Tricks haben soll, um sie anwenden zu können, wenn der Angriff kommt. Mit dieser Einstellung ist man leicht zu überlisten und in die Irre zu führen. Das Gehirn ist langsamer als die Hand und kann leicht besiegt werden. Die beste Kamae besteht darin, sich selbst von Plänen, Unruhe und Siegesgelüsten zu entleeren, so dass die Reflexe sich um die Verteidigung kümmern. Mit einer solchen Einstellung kann man nicht überrascht werden.


Folgende kleine Geschichte mag die Relevanz der Kamae erhellen:
„Der große Schwertmeister unserer Zeit ist der alte Kiyoshi Nakakura (1910 – 2000), graduiert zum neunten Dan sowohl im Kendo als auch im Iaido. Er hat in seinen jüngeren Tagen auch Aikido trainiert. Nakakura erzählte mir einmal, wie er seine Danprüfungen durchführt. Er studiert nur das Kamae des Trainierenden, dann weiß er, welchen Dan-Grad dieser haben soll und sieht überhaupt nicht darauf, was sie unter der ganzen restlichen Prüfung machen. Hier und da passiert es trotzdem, dass er zögert - soll dieser Schüler den dritten oder vierten Dan haben? In einem solchen Fall hält er die Augen auf die allererste Bewegung gerichtet. Gleich ob das ein Anfall oder ein Parieren ist, Nakakura weiß sofort, welcher Grad es wird - und schließt die Augen. Mehr muss er niemals sehen.”

Kiyoshi Nakakura (1910 – 2000)

Im Kampf gilt : Jede Haltung des Körpers und des Geistes, ist eine Kamae. Während einer Technik bewegt man sich von einer Kamae in die nächste und man tut nichts als das. Auch die alten Europäischen Fechter „durchlaufen“ ihre Huten, wie auch der Budoka seine Kata durchläuft. Kame ist immer dynamisch, nie statisch. Leider geht diese Erkenntnis im heutigen Iaido oft unter.

Siehe auch (Quellen):
Stefan Stenudd, “Aikido die friedliche Kampfkunst”: http://www.stenudd.com/aikido/deutsch/index.html
Dave Lowry, „Pinsel und Schwert, vom Geist der Kampfkünste“. Schlatt-Books. ISBN 3-937745-14-9
Yamatsuta, Shigeyoshi: „Iaido Hongi (居合道本義)“. Tokyo: Airyudo (愛隆堂). ISBN 4-7502-0272-X.

Mittwoch, 17. Februar 2010

Drei interessante Tameshigiri Kata der Shinto Ryu Iai Batto Jutsu

Diese drei interessanten Tameshigiri Kata der Shinto Ryu Iai Batto Jutsu habe ich auf der DVD „Shinto Ryu Iai Batto Jutsu“, die weiter unten besprochen wurde, gefunden. Dort kann man sich die praktische Ausführung dieser Kata in Perfektion ansehen.


Shounami (小波)- Kleine Welle. Zwei nacheinader geführte Kesa Schnitte. Durch die linke obere Verbindung der vertikalen und der horizontalen Tatami Omote Hidari Kesa: diagonal nach links unten geführter Schnitt. Dann sofort durch beide Pfosten ein weiterer Hidari Kesa: diagonal nach links unten geführter Schnitt.


Kenhashira (軒柱)- Traufpfosten (Der Traufpfosten ist der Stützbalken einer japanischen Hauskonstruktion. Auf ihm ruht der Dachüberhang). Suihei, horizontaler Schnitt nach rechts und vor dem Fall Gyaku Kesa: diagonal nach links oben geführter Schnitt durch das obere Segment des Pfostens und die Mitte des horizontalen „Balkens“.

Senko (潜戸) – In das Haus schleichen. Der Bugeisha geht geduckt durch die aus Tatami-Omote bestehende “Tür”, späht erst nach links, dann nach rechts, zieht sein Schwert und dreht sich nach rechts herum. Ist die Drehung um 180 Grad beendet, erfolgt sofort Gyaku Kesa: diagonal nach links oben geführter Schnitt und bevor die Konstruktion zusammen bricht, wird Suihei: horizontaler Schnitt nach links geschnitten.

Dienstag, 16. Februar 2010

Iaido Masterclass 2010


IAIDO Masterclass 2010 - Germany
28. – 30. August 2010 in Augsburg

Die "European Jikiden-Group" wird dieses Jahr eine "European IAIDO Masterclass" mit Morita Sensei und Oshita Sensei in Deutschland abhalten. Eingeladen sind alle Iaidoka unabhängig welcher Schule sie angehören und welchen Stil sie praktizieren. Dies ist eine einzigartige Möglichkeit unter einigen hochgraduierten Europäischen und Japanischen Sensei hart zu trainieren und die eigenen Fertigkeiten zu verbessern.

Das Training wird gehalten von:

MORITA Sensei Iaido Hachidan Kyoshi
OSHITA Sensei Iaido Hachidan Kyoshi


Fay Goodman Sensei Iaido Nanadan Renshi
Rene van Amersfoort Sensei Iaido Nanadan Renshi
Peter West Sensei Iaido Nanadan Renshi

Die Anmeldung/Einladung kann hier heruntergeladen werden: Einladung
Anmeldeschluss ist der 6. August 2010

Organisiert von: Muso Jikiden Eishin Ryu im Deutschen Iaido Bund (DIaiB)

Homepage Masterclass: Klick

Homepage Muso Jikiden Eishin Ryu

Montag, 15. Februar 2010

Budo Dokumentation aus Japan

Die japanische Fernsehanstalt NHK hat eine Dokumentation über Budo-Techniken veröffentlich. Behandelt werden Kendo, Kyudo, Aikido und Iaido. Diese Dokumentation liegt in einer hervorragenden Bildqualität vor und in englischer Sprache gehalten.

Präsentiert wird diese Dokumentation von Nicholas Pettas, auch bekannt als "The Blue-Eyed Samurai". Nicholas ist ein hoch dekorierter Schwergewichts-Karateka mit Griechisch-Dänischen Wurzeln, der seit vielen Jahren in Japan lebt und trainiert.


Kendo:
Kendo Teil 1 von 5
Kendo Teil 2 von 5
Kendo Teil 3 von 5
Kendo Teil 4 von 5
Kendo Teil 5 von 5

Kyudo:
Kyudo Teil 1 von 5
Kyudo Teil 2 von 5
Kyudo Teil 3 von 5
Kyudo Teil 4 von 5
Kyudo Teil 5 von 5

Aikido:
Aikido Teil 1 von 5
Aikido Teil 2 von 5
Aikido Teil 3 von 5
Aikido Teil 4 von 5
Aikido Teil 5 von 5

Iaido:
Iaido Teil 1 von 5
Iaido Teil 2 von 5
Iaido Teil 3 von 5
Iaido Teil 4 von 5
Iaido Teil 5 von 5

Mein Dank gilt Uta und Sarah vom Kyudoverein Neantertal, die zum einen diese wundervolle Ressource entdeckt haben bzw. die Information verbreitet haben.

Sonntag, 14. Februar 2010

Suburito, Bokken, Fukuro Shinai, Kumitachi und Freikampf

Beginnen wir mit dem Bokken oder Bokuto (木刀). Immer wieder stellt sich dem ambitionierten Kampfkünstler die Frage: "Brauche ich ein neues Bokken? Wenn ja, welches?". Nun zu allererst einmal ist ein Bokken ein Arbeitsgerät, dass normalem Verschleiß unterliegt und nicht für die Ewigkeit geschaffen ist. Da gibt es die Spezialisten die nach einem kurzen Kumitach Training völlig entsetzt auf ihr Bokken starren und es nicht fassen können, dass das gute Stück doch nun wirklich eineige Dellen und Schrammen aufweist. Oft bricht das Teil auch ganz einfach. Sowas passiert! Wer da anfängt zu greinen hat denn Sinn seines Trainings nicht verstanden.
Der Bokken sind gar viele. Gehen wir erst einmal nicht auf das Material, sondern bleiben wir bei Form, Länge und Gewicht. Die Form des Bokken sollte der jeweiligen Schule der man angehört angepasst und angemessen sein. Viele Schulen haben im Laufe der Zeiten ihre eigenen Bokken Standards entwickelt. Zumindest sollte das Bokken dem Katana ähneln, also eine gewisse Krümmung aufweisen, nicht zu spitz sein, Klingenrücken und Schneide imitieren und ggf. einen ausgearbeiteten Griff und vielleicht eine Tsuba aufweisen. Es gibt da mittlerweile recht nette und haltbare Leder-Tsuba. Diese sollten aber vor dem ersten Gebrauch unbedingt großzügig mit Lederöl behandelt werden um ein Reißen oder Brechen zu verhindern. Noch einmal: Ein Bokken ist ein Gebrauchsgegenstand und kein Fetisch oder Modeartikel!
Gerade das Gewicht ist so eine Sache. Sicher sind leichte Bokken besser zu führen, aber leichter als das eigene Schwert (Iaito oder Shinken) sollten sie nicht sein. Schon die alten Römer trainierten mit einem Übungsschwert das doppelt so schwerer war wie das normale, scharfe Schwert. Dazu hat der Japaner das schwere, oft achteckige, Suburito (素振り刀) erfunden, das mit seiner Länge von ca. 115cm schon mal locker 2,5 kg wiegen kann. Das Training mit einem sochen Teil hilft ein Gefühl für die Körperachse zu entwickeln, beim Muskelaufbau, der Entwicklung eines stabilen Unterkörpers und eines guten Tenouchi, sollte aber unbedingt unter sachkundiger Anleitung vorgenommen werden um Verletzungen zu vermeiden.

Selbstangefertigtes Suburito.
Mein Dank geht an die Schreinerei Ralf Hellhammer in Solingen. Ralf ist nicht nur ein begnadeter Schreiner und Bogenbauer, er hat auch immer ein offenes Ohr, eine helfende Hand und eine tolle Werkstatt für jede meiner neuen, verrückten Ideen und Projekte. Ohne ihn hätte ich viele Ideen nie umsetzten können!

Der Legende nach schnitzte sich Miyamoto Musashi ein Suburito aus dem Ruder eines Bootes, als er auf dem Weg zu seinem berühmten Duell mit Sasaki Kojiro war, den er mit dem ersten Schlag durch einen Hieb auf den Kopf tötete. Sasaki Kojiro war im Gegensatz zu Musashi mit einem scharfen Schwert zum Kampf angetreten. Womit wieder einmal gezeigt wurde, dass es nicht die Ausrüstung ist, die einen Kampf entscheidet.


Selbstangefertigte bzw. –angepasste Bokken aus verschiedenen Hölzern-
Viele Budo-Shops unterscheiden zwischen Deluxe und Standard Bokken, wobei die Standard Bokken oft Chinesische Massenware sind und die Deluxe Bokken aus exotischen Hölzern hergestellt sind. Nun, nicht jeder hat die Fertigkeit und die Möglichkeit sich sein Bokken selbst anzufertigen – ich bevorzuge den Selbstbau – aber wer es kann sollte es tun. Ich bevorzuge Hickory, ein seit altersher für Axtstiele verwendetes Holz mit hervorragenden Eigenschaften. Natürlich sind Robinie und Ebenholz (Vorsicht: Ebenholz ist nicht gleich Ebenholz; Das neue Bokken mal mit Azeton abwischen und schauen ob die Farbe dran bleibt!) auch recht nett und auch andere exotische Hölzer, aber es geht ja um ein Arbeitsgerät. Eiche wird auch oft genommen, doch da beginnt der Irrtum, denn unsere hiesigen Eichenarten haben nichts mit den in Asien bzw. Japan wachsenden Eichensorten zu tun. Sehr zu empfehlen ist Roteiche, die auch in unseren Breiten seit einigen Jahrhunderten heimisch geworden ist. Im Holzhandel findet man Roteiche sehr selten, daher bleibt nur die Entnahme aus der freien Natur (natürlich mit Erlaubnis des zuständigen Försters). Die Jahresringe sollten beim Bokken „stehen“ (Tropenhölzer haben meist keine sichtbaren Jahresringe) und natürlich sollte das Holz keine Wirbel oder Äste aufweisen. Die industrielle Trocknung des Holzes ist auch ein Punkt der die Qualität des Bokken beeinträchtigt. Zumeist sind diese Hölzer zu weit runtergetrocknet. Besorgt man sich selbst sein Holz, so langt es, wenn man das Holz aufspaltet und es dann in einer Ecke des Wohnzimmers oder besser unter dem Bett ein halbes bis ein Jahr trocknet bevor es bearbeitet wird. Die Oberfläche des Bokken sollte extrem glatt geschliffen sein und ein Finisch aus Öl kann auch nicht schaden. Auf keine Fall darf das Bokken lackiert werden. Ein gekauftes Bokken das lackiert ist muss unbedingt geschliffen und vom Lack befreit werden. Dies ist wichtig, damit eventuelle Risse sofort erkannt werden. Beschädigte oder gebrochene Bokken werden nicht geleimt, geklebt oder sonstwie repariert. Dellen und kleinere Risse werden mit der Ziehklinge und Schleifpapier ausgebessert. Mehr aber nicht!
Kumitachi kann natürlich auch mit dem Bokken ausgeführt werden. Beim Freikampf ist das was anderes. Für das Kumitachi und den Freikampf bevorzuge ich ein Fukuro Shinai (袋竹刀) wie sie heute noch in der Owari-Ha Yagyu-Shinkage-Ryu (柳生新陰流) benutzt werden. Diese guten Qualitäten dieses Shinai sind schwer zu bekommen. Ein Fukuro Shinai ist ein sechzehnfach gespaltenes Bambusrohr, das mit einer Lederhülle umgeben ist. Fukuro ist japanisch und bedeutet Tasche. Das Fukuro Shinai der Shinkage Ryu geht zurück auf Kamizumi Ise no Kami und kann als Urtypus des Shinai, also als Urvater des Kendo-Shinai betrachtet werden. Anders als beim Kendo wird beim Kampf und Training mit dem Shinai keine Rüstung getragen. Das Shinai ist flexibel genug um Verletzungen zu vermeiden. In der Shinkage Ryu wird das Shinai hauptsächlich zum Kata-Training benutzt, was ein Training in realer Kampfgeschwindigkeit und ohne Abstoppen des Shinai ermöglicht. Dadurch wird das antrainieren eines Abstoppreflexes verhindert.

Fukuro Shinai

Das Fukuro Shinai ist ideal zum analysieren von Kampfsituationen aber auch zum Freikampf bestens geeignet. Empfindliche Regionen (Kopf, Gesicht, Ohren und Kehle) sollten trotzdem als Trefferzone ausgespart bleiben. Das Shinai ist ca.100cm lang und zu gut 80cm mit einer geschnürten Hülle aus extrem stabilen, trotzdem weichen Leder überzogen. Beim Greifen wird immer etwas von der Hülle mit gegriffen. Die Hülle ist mit dem Schnürriemen an einer Lederwicklung befestigt. Ähnlich wie bei der Tsuru des Kendo-Shinai kann mit diesem Riemen die Spannung auf den Bambus variiert werden. Das Leder wird manchmal lackiert und verbessert sodass Kontaktverhalten des Shinai und vermindert auch die Reibung auf der Haut. Diese Shinai fühlen sich beim Kontakt mehr wie richtige Schwerter an. Die guten kosten so zwischen 100 – 150 Euro, die „billigen“ so um die 50 Euro. Man merkt den Unterschied, besonders wenn man einige verschlissen hat und die Rechnung dann wie so oft zeigt, dass billig gekauft teuer gekauft bedeutet.





Auch die Itto Ryu (一刀流) benutzt gelegentlich solche Shinai, jedoch eher Bokken aus Holz. Hier werden zum Schutz lediglich die traditionellen Itto-Ryu Onigote (鬼小手), eine spezielle Form der Kote getragen. Onigote bedeutet wörtlich "enorme, außergewöhnliche Handschuhe" wobei Kote (甲手 oder modern: 小手) Handschuhe bedeutet, während Oni ein japanischer Begriff ist, der eine außergewöhnliche Sache bezeichnet und das gleiche Schriftzeichen benutzt wie für den Begriff "Dämon" (鬼). Die Onigote oder "Dämon Handschuhe" wurden von Ono Tadazune, Sohn und Erbe von Ono Tadaaki (dem Gründer der Ono-ha Itto Ryu,der auch unter dem Namen Mikogami Tenzen (神子上典膳) bekannt war), entwickelt und erlauben beim Training die ordnungsgemäße Ausführung der „Schnitte“. Diese Kote haben einen längeren und besser gepolsterten Hiji (肘) normalen Kendo Kote. Die Onigote bekommt man nun wirklich nur in Japan, wo sie aus Hirschleder und anderen Ledersorten, mit natürlichen Füllstoffen traditionell handgefertigt werden. Ein Paar kostet so ab 600 Euro bis hin zu über 1000 Euro. In der Qualität sind diese Kote mit sehr guten Kyudo Kake vergleichbar.


 Itto Ryu Onigote

So ausgestattet steht dem Kumitachi und dem Freikampf nichts mehr im Wege. Der Kampf ist deutlich beweglicher als im traditionellen Kendo mit seiner doch sehr behindernden Rüstung. Das ist auch einer der Gründe, warum ich eine handelsübliche europäische Fechtmaske (Typ FIE 1600N, die hält auch mal einen Stoß oder Schlag aus) benutze und keine Kendo Men (面). Zum einen ist man mit einer Fechtmaske deutlich beweglicher als mit dem Men und die Fechtmaske ist leichter auf- und abzusetzen. Der Preisunterschied ist zwar auf den ersten Blick nicht wirklich ausschlaggebend, die Fechtmaske kostet etwa EUR 110,- und eine Japanische Kendo Men so etwa ab EUR 150,-. Jedoch hält die Fechtmaske mehr aus und ich habe das Gefühl einen deutlich besseren Blickwinkel zu haben. Da vergesse ich dann auch mal die Tradition.

Fechtmaske

 
Kendo Men

Siehe auch: http://www.shinkageryu.eu/shinkage.php

Samstag, 13. Februar 2010

Project Iaido in 3D

Ein interessanter Link und eine innovative neue Herangehensweise an das Vermitteln von Iaido findet sich auf dieser (englischsprachigen) Seite:

http://www.justnick.net/post/2009/03/11/Project-IAIDO

Ein ehemaliger Iaido Weltmeister, der in Paris lebt und lehrt, Sprach Nicolas an, eine Iaido Kata als 3D animierten Film zu erstellen. Er suchte nach einem neuen Weg um Iaido zu lehren. Das Projekt wurde 2009 von Nicolas Lozac’h realisiert.
Der direkte Link zum fertigen 3D-Animationsfilm:

http://www.justnick.net/public/Iaido/Ippon-Me_mae.mov

Eine schöne Idee, die hoffentlich weitere „Nachahmer“ findet.

Donnerstag, 11. Februar 2010

Interessante & Empfehlenswerte DVDs (Teil 2)

Reclaiming the Blade
 

Reclaiming the Blade (Single-disc edition) (2008)
US$ 19,95
Reclaiming the Blade (2-disc Special Edition) (2008)
US$ 29,95
Mit: John Rhys-Davies, Viggo Mortensen. Regie: Daniel McNicoll
Sehenswerte Dokumentation! Man sollte aber nicht vergessen, dass es sich hier um eine echte US-Amerikanische Produktion handelt, die mit viel Aufwand und namhaften Größen der Szene und des Show-Geschäfts produziert wurde. Zum Glück kommen auch europäische Koryphäen zu Wort, was der ganzen Produktion einige sehr interessante Aspekte hinzufügt. Besonders die Star Wars und andere Film Hintergründe sind recht erheiternd. Nach dem man diese DVD gesehen hat, sieht man sich Filme in denen gefochten wird mit anderen Augen an! Diese DVD ist sehenswert.
Sprache: Englisch
Homepage mit Trailer etc.: http://www.reclaimingtheblade.com/


Budo – Artof Killing




Das Original (VHS Kassette) stammt aus dem Jahr 1978, die Neuauflage aus dem Jahr 1982. Meine Besprechnung bezieht sich auf die Englische,neue Ausgabe mit dem weißen Cover. Es handelt sich hier um eine preisgekrönte Dokumentation über tödliche japanische Kampfkunsttechniken. Eine sehr zu empfehlende Dokumentation die mir jedes Mal wieder zeigt, warum ich Budo, Japan und die Kampfkunst so liebe. Der Titel ist vielleicht etwas irreführend, da diese DVD frei ab 15 Jahren ist (in Großbritannien und die nehmen das deutlich ernster als die Deutschen).Die vorgeführten Techniken sind durchweg sauber und ausgereift. Hier zeigen wahre Meister wie es aussehen sollte. Ich wünschte alle heutigen Sensei würden so sauber arbeiten. Diese DVD sollte in keiner Sammlung fehlen!
Sprache: Englisch
ca. US$ 14,95 (Preis variiert)


Sword & Buckler Teil 1 & 2
Fencing with the Sword & Buckler



Diesebeiden DVDs stammen von „Boarstooth Fighting School“ aus Großbritannien. Das sind wirklich harte Jungs die es richtig krachen lassen. Da ich leider nur die alte, erste Version besitze kann ich über die Qualität der neuen Auflage nichts sagen. Was mich gestört hat war die Tatsche, dass der Wiedergabebildschirm nicht angepasst werden kann.
Hier wird der Kampf mit dem sogenannten „I.33“ Einhandschwert und dem kleinen Faustschild, genannt Buckler, gezeigt.
Die Bezeichnung I.33 für das hier benutzte Einhandschwert bezieht sich auf das I.33 Manuskript (auch Walpurgis oder Tower Fechtbuch genannt). Es ist das älteste erhaltene Fechtbuch und wird um oder nach 1300 datiert. Die dargestellte Kampftechnik zweier ungepanzerter Gegner mit Einhandschwert und Buckler (Faustschild), sowie der Sachverhalt, dass als Kämpfer ein Mönch und ein Scolaris (Schüler) und auf den letzten zwei Seiten gar ein Mönch und eine Frau erscheinen, lässt vermuten, dass es hier nicht um ritterliche oder kriegerische Kampftechniken geht, sondern eher um eine Selbstverteidigungskunst niederer Schichten. Eine ähnliche Ausrüstung und Technik ist in der DVD "Budo - Art of Killing" ebenfalls zu sehen. Natürlich in der Japanischen Variante mit Tanto und einem metallenen "Gemüsesieb" als Schild.
Überaus interessant und zu empfehlen.
Sprache: Englisch
Preis je DVD £ 20,- zzgl. Versand
Homepage (auch hier gibt es Trailer): http://fightmedieval.com/store


La Canne 3 Vol DVD Set by Craig Gemeiner


Bei La Canne (oder Canne de Combat) handelt es sich um einen französischen Kampfsport der mit einem Spazierstock (franz. la canne) praktiziert wird und besonders im 19. Jahrhundert sehr weit verbreitet war. Da sich gerade in den Großstädten der damaligen Jahrhundertwende die bessere Gesellschaft und das Bürgertum, die damals keine Degen mehr trugen, gegen Räuber und Kinderbanden zur Wehr setzen musste, war La Canne unter den „Gentlemen“ der damaligen Zeit sehr beliebt. In den 70er Jahren wurde das “Canne de Combat“ ohne die gefährlichen Techniken standardisiert und mit einem leichten, 95 cm langen Canne aus Kastanienholz, sowie Fechtmaske, Tenue und gepolsterten Handschuhen zu einem Wettkampfsport. Auf dieser DVD geht es ganz und gar nicht um Wettkampfsport sondern um kompromisslose Kampftechniken die den Gegner ausschalten sollen.
Es ist überaus interessant zu sehen, was man mit einem einfachen kleinen Stöckchen für furchtbare Dinge tun kann. Zumal es sich dabei um einen Gegenstand handelt der nicht unter das Waffengesetz fällt. Im Zeitalter der Vergreisung unserer Gesellschaft wirft das ein völlig neues Licht auf ältere Menschen die mit Stöcken unterwegs sind. ☺
Aber auch Miyamoto Musashis berümte Kämpfe mit Bokken gegen Katana bekommen nach dem Studium dieser DVD eine völlig neue Perspektive. 80 Minuten die ihr Geld wert sind.
Sprache: Englisch
US$ 69,95
Homepage: http://www.budovideos.com/shop/customer/product.php?productid=25316


Japanese Swordsmanship Vol 3 - Tameshigiri - The Art of Cutting


Diese DVD befasst sich ausschliesslich mit Tameshigiri. Dr. George W. Alexander zeigt detailliert und ausführlich wie die einzelnen Übungen auszuführen sind. Es werden Techniken für Anfänger, fortgeschrittene Anfänger und Fortgeschrittene, wie auch Kombinationen und zwei Schwert Techniken gezeigt.
George Alexander hat eine sehr gute Systhematik, jedoch gehört auch er zu der Sorte Sensei die mehr mit Kraft denn mit Technik schneiden (hacken). Schön ist zu sehen, das in dieser Schule die guten alten dicken Suburito (素振り刀) Bokken benutzt werden und die Vorübungen ebefalls mit Bokken durchgeführt werden. Es ist teilweise schon ein ganz schönes Rumgehacke und die Körperhaltung beim Schneiden ist oft sehr mangelhaft. Sayabiki ist ein Fremdwort und die Iai-Techniken sind unsauber und verzögert. Das Niten (zwei Schwerter Techniken) beeindruckt mich auch nicht wirklich. Sicher eine DVD die man gesehen haben sollte, zumal es nicht viele Tameshigiri DVDs gibt. Es wird viel auf Effekt gearbeitet und die meisten der Zuschauer wollen ja die Fetzen fliegen sehen und genau das sehen sie auch.
Sprache: Englisch
US$ 24,95


Crimson Steel DVD by Toshishiro Obata
 

Toshishiro Obata zeigt auf dieser DVD, die ihrer Qualität nach definitiv von einer alten VHS Kassette  stammt, eine Einführung in die "Schwert-Techniken der Toyama Militärakademie" die ursprünglich nur den Offizieren der Kaiserlichen Japanischen Armee gelehrt wurden. Toyama-Ryu (戸山流) ist eine moderne Form des Iaido, die von der Kaiserlichen Japanischen Armee entwickelt wurde. Die Grundlage dieses Systems bilden Gunto Soho Formen die 1925 an der Rikugun Toyama Gakko, oder "Toyama Army Academy" in Toyama, Tokyo, entwickelt wurden. Das ursprüngliche Curriculum und die Formen wurden von einem Gremium erstellt. Heutzutage existieren unterschiedliche Zweige der Toyama-Ryu, die hauptsächlich in den Regionen Kanto, Tokai und Kansai beheimatet sind.
Diese DVD ist als praktische und weiterführende Anleitung zu den beiden Büchern von Toshishiro Obata, "Naked Blade" und "Crimson Steel" gedacht, die leider heute nur noch antiquarisch und oft zu horrenden Preisen angeboten werden. Wer aber aufmerksam sucht, findet die beiden Werke manchmal als PDF-Dateien im Netz. Dies sind dann natürlich Raubkopien und verletzen bestehendes Urheberrecht!
Wie so oft zu beobachten, scheint auch Obata Sensei Sayabiki nicht zu kennen und auch er verfällt gelegentlich in Bewegungsmuster die eher kraftgesteuert denn von Technik beherrscht sind. Von den 44 Minuten der DVD sind die ersten gut 10 Minuten gelesene Japanische Geschichte und Beweihräucherung und Eigenwerbung des Meisters. Dann folgen gut dargelegte Grundlagen und zum Ende hin ein Abschnitt über Tameshigiri. Diese DVD muss man nicht unbedingt haben, eher enttäuschend.
Sprache: Englisch
US$ 39,95

Shinto Ryu Iai Batto Jutsu DVD


Diese 51 Minuten lange DVD aus Fuji City in der Präfektur Shizuoka ist eine der wenigen DVDs in der die Kunst des Shinto Ryu Iai Batto Jutsu gezeigt wird. Hier wird geschnitten was das Zeug hält! Das ist die beste DVD die ich je zum Thema Tameshigiri gesehen habe. Die Akteure haben alle eine bemerkenswert saubere und vorbildliche Haltung und Technik. Sayabiki ist verinnerlicht und da hackt niemand rum oder schneidet mit Kraft. Was geschieht, geschieht völlig kontrolliert und mittels Technik aus dem Tanden heraus. Da können sich die meisten sogenannten Sensei einige Scheiben von abschneiden und es würde noch genug für die Akteure übrig bleiben! Die gesammte Ausführung ist zivilisiert und ohne Effekthascherei. Diese Art der Durchführung und Disziplin wäre auch ein sehr gutes Beispiel auch für das Deutsche Iai. Leider ist diese DVD nur in japanischer Sprache gehalten, was aber dem Lehrwert und dem Verständnis keinerlei Abbruch tut.
Diese DVD ist absolut zu empfehlen und sollte von jedem der Test Cutting, also Tameshigiri, ausführen will immer wieder angeschaut und verinnerlicht werden. Shinto Ryu, vorgeführt von Japanern, ist halt doch was anderes als amerikanisches Show-Cutting oder der Versuch mit Tameshigiri Geld zu verdienen!
Sprache: Japanisch
US$ 49,95
Homepage: http://www.budovideos.com/shop/customer/product.php?productid=21902

Wer DVDs und Bücher in Englischer Sprache (oder auch Japanisch) sucht, sollte bei Budovideos http://www.budovideos.com/shop/customer/home.php und auch bei Amazon suchen. Bei Amazon sollte man nicht nur auf der deutschen Amazon Seite, sondern auch auf der Amerikanischen Seite http://www.amazon.com/ und auf der Englischen Seite http://www.amazon.co.uk/ suchen. Das Angebot unterscheidet sich manchmal gravierend von dem bei Amazon.de. Auch ebay ist oft hilfreich, besonders wenn man dort weltweit sucht. Japanische Bücher und DVDs können oft sehr günstig bei OCS in Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg http://www.ocs-de.com/deutsch/d-index.htm und auch bei JIS http://www.bookstorenippon.jis.de/ bezogen werden.

Mittwoch, 10. Februar 2010

Tattoos und Japanische Kampfkunst

Ich habe gerade einen sehr interessanten Blog-Eintrag bei „Tokyo Total“ zum Thema „Unsinnige Tattoos in Schriftzeichen“ http://tokio-total.de/?p=529 gelesen. Eines tolles Thema, dass immer wieder zur Erheiterung beiträgt. Leider nicht bei den Betroffenen. ☺
Gerade in der Kampfkunst Szene sehe ich auf Lehrgängen und in den Dojos immer wieder Menschen die mit asiatischen Schriftzeichen auf dem Körper herumlaufen. Nichts gegen Tattoos, aber wer auch immer sich mit der Japanischen Kultur auseinandersetzt sollte wissen wie der Japaner (so es den Japaner überhaupt gibt) zu Tattos steht. Tätowiert ist bzw. war in Japan den Yakuza (ヤクザ oder やくざ ) oder jemand der zur Halbwelt gehört vorbehalten. Dazu zählten früher Prostituierte, Feuerwehrmänner und Wanderarbeiter. Ab ca. 1720 wurde das sichtbare Tätowieren von Kriminellen zur offiziellen Bestrafung und ersetzte die damals gängige Praxis der Amputation der Nase und der Ohren. Im Jahre 1870 wurde diese Praxis von der Meji Regierung wieder abgeschafft. In ihrem Streben sich der westlichen Zivilisation anzupassen, hatte die kaiserliche Meiji Regierung das Tätowieren als Relikt einer barbarischen Zeit gänzlich verboten.
Seitdem der Konfuzianismus und der Buddhismus Einfluss auf die japanische Kultur haben, rufen Tattoos für die Mehrheit des japanischen Volkes negative Assoziationen hervor. In den Augen eines durchschnittlichen Japaners ist ein Tattoo ein Markenzeichen für Yakuza oder ein Macho Symbol für Mitglieder der unteren Schichten. Die Minderheit der jungen Japaner, die heute Tattoos als „trendy“ ansehen, tendieren eher zu kleineren Tattoo nach westlichem Vorbild, an einer Stellewo es nicht sofort ins Auge fällt.
In sehr vielen Onsen(温泉) ist tätowierten Menschen der Zutritt nicht gestattet, da man so die Halbwelt der Yakuza fern halten möchte. Aber es gibt einen interessanten Bericht, in der ein ganzkörper tätowierter Mann demonstrativ in einem Onsen unter dem Schild saß, auf dem zu lesen war, dass Menschen mit Tätowierungen der Zutritt zum Onsen verboten sei. Niemand sprach ihn an, er war ja auch Japaner. Einem Gaijin (外人) kann umgekehrt passieren, dass die anwesenden Japaner den Onsen ganz einfach verlassen und er ein recht einsames Bad nimmt. Gerade Menschen mit großflächigen sichtbaren Tattoos werden eher gemieden. Ja es soll schon vorgekommen sein, dass sich Taxifahrer weigerten einen stark tätowierten Gaijin mitzunehmen oder dass dieser in einem Restaurant nicht bedient wurde. Es macht schon einen Unterschied ob man Japaner ist oder Gaijin. Den Langnasen verzeiht man soetwas schon eher, die wissen sich eh nicht zu benehmen und haben keine Kultur.
Jedoch sehen auch viele Japanische Sensei tätowierte Schüler eher mit Skepsis, wenn nicht sogar mit Widerwillen. Auch sollen bei internationalen Prüfungen und Wettbewerben die japanischen Seinsei die tätowierten Prüflinge bzw. Teilnehmer schon mal „schlechter“ bewertet haben. Weiter oben wird die Luft halt etwas dünner. Nun wollen viele der tätowierten Kampfkünstler nicht nach Japan reisen und somit sind obige Überlegungen für diese Gruppe auch völlig nutzlos. Wer jedoch nach Japan reist, sollte sich darüber bewusst sein, dass er Gast in einem fremden Kulturkreis ist und sich an die dortigen Gepflogenheiten halten und versuchen die Gefühle seiner Gastgeber nicht zu verletzen.
Eine andere interessante Anekdote kommt aus der Deutschen Kyudo Scene. Ein deutscher Kyudoka dem an der rechten Hand durch einen Arbeitsunfall der kleine Finger fehlte, bestellte in Japan einen neuen maßgefertigten Kake (Schiesshandschuh). Dazu legte er seine Hand auf einen Kopierer und schickte diesen Printout nach Japan. Normalerweise dauert die Anfertigung eines maßgefertigten Schiesshandschuhs in Japan einige Monate. Dieser Kyudoka soll seinen Handschuh in weniger als einem Monata geliefert bekommen haben. Es geht die Mähr, dass der japanische Handschuhhersteller ob des Fehlens des kleinen Fingers so beeindruckt war, dass er besonders hurtig gearbeitet hat. Er soll den Auftraggeber für einen Yakuza gehalten haben. Ob die Geschichte so stimmt weiß ich nicht, ist aber eine nette Geschichte und sollte nicht unerwähnt bleiben.
Sehen wir es aber einmal entspannt, solange jemand glücklich mit seinen Tattoos ist, soll er bitteschön machen was er will. Noch leben wir in einem recht freien Land und hier kann jeder so tätowiert sein wie er mag! Nur sollte man sich vielleicht nicht durch „fehlerhafte“ Schriftzeichen unfreiwillig zum Affen manchen. Aber auch das steht jedem in unserer Gesellschaft völlig frei!
Einige weiterführende Informationen: http://www.embjapan.de/sachbucher/alles-uber-japanische-tatowierungen-14.html

Montag, 8. Februar 2010

Interessante & Empfehlenswerte DVDs (Teil 1)

Ich werde nicht müde zu betonen, dass es nie schaden kann über den Tellerrand zu schauen. Wer meinen Artikel zum Thema „Wie gewinne (überlebe) ich einen Schwertkampf?“ gelesen hat und sich ernsthaft dafür interessiert, sollte auch „fremde“ Schulen und Stilrichtungen studieren. Daher sei hier unter anderem auf die traditionelle Europäische Schwertkampfkunst sowie auf das Fechten mit dem Rapier mit und ohne Linkshanddolch eingegangen. Die Portugiesen und die Spanier haben den Samurai ganz schön in den Hintern getreten, als sie damals mit dieser Waffenkombination; ohne Einhaltung des traditionellen Zeremoniells und der japanischen Ehrbegriffe fochten. Auch die DVD aus der Reihe von NZZ Format ist sehr bemerkenswert, zeigt doch gerade Rudi van Oeveren einige sehr interessante Techniken. Gerade die in den Agilitas DVDs gezeigten sogenannten „Halbschwerttechniken“ sind bemerkenswert. Hier sieht man sehr gut, dass im Endeffekt nur eines zählt: "Der Sieg!"

Langes Schwert Teil 1 nach Johannes Liechtenauer

Historisches Fechten mit dem Anderthalbhänder nach der Lehre des
mittelalterlichen Fechtmeisters Johannes Liechtenauer.
EUR 29,90


Langes Schwert Teil 2

Aufbauend auf den in Teil 1 gezeigten Grundlagen befasst sich dieser zweite Teil mit fortgeschrittenen Anwendungen historischer Fechtkunst.
Erscheint im Frühjahr 2010
EUR 19,90



Hans Talhoffers Fechtkunst - Das Schwert

Historische Kampfkunst für Anfänger, Fortgeschrittene und Übungsleiter
Laufzeit ca. 90 Minuten
EUR 29,90

Langes Messer Teil 1 nach Johannes Lecküchner

Kampf mit dem Langen Messer bzw. dem einhändigen Schwert
Laufzeit ca. 150 Min.
EUR 29,90

Die Agilitas DVDs sind durchweg sehr gut produziert und zu empfehlen. Da merkt man, dass viel Liebe, Sachverstand und Arbeit in den Scheiben steckt!

Erhältlich bei:
dembach mediaworks
Adolf-Dembach-Str. 16
D-47829 Krefeld
Fon +49 (21 51) 76 37 0-30
Fax +49 (21 51) 76 37 0-40
kontakt@agilitas.tv
http://www.agilitas.tv


Fechten – Mit Hieb, Stich und Schnitt

Technik, Kostüm und Kampfschrei, aber auch die Eleganz des Spaniers: historisches Fechten. Der Fechtmeister Peter Koza und eine Annäherung an die Fechttechniken und Schwerter unserer Vorfahren. - Ein Bastardschwert für den Waffenliebhaber: beim Schwertschmied Robo Môc in Dobrá Niva in der Slowakei. - Eleganz und Geschwindigkeit, Taktik und Ausdauer: Sportfechten mit Florett, Säbel und Degen. – Fechten als Leidenschaft. Merkwürdiges, Erstaunliches, Schauriges und mehr: die Sammlung und die Erzählungen des Fechtchampions Rudi van Oeveren. – Nur das Sirren des Schwertes ist zu hören: Iaido, die japanische Schwertkunst.
In «NZZ Swiss made»: Der Schweizerdolch.
Bonustracks:
Rudi van Oeveren, Maître (Fechtmeister) (eglisch, 21 Min.)
Aus der Sammlung Rudi van Oeveren (7 Min.)
Lektionen aus dem Fechtsaal (7 Min.)
Peter Koza, Fechtmeister (11 Min.)
Die Schulen (8 Min.)
Andreas Moser, Swiss Fencing (4 Min.)
Shihan Wolfgang Wimmer (7 Min.)
Gesamtlänge: 102 Minuten
EUR 10,00
Direktbestellung (günstiger als bei Amazon.de):
NZZ Online Shop


La Scherma Italiana, Volumes One and Two

This 2-volume video set is offered in DVD format. It is designed to present an introduction to the basics of Italian rapier fencing in a simple, comprehensible form, for the modern swordsman training without a master. It will provide the fundamentals from the accumulated knowledge of many Italian masters- distilled from the works of Alfieri, Capo Ferro, Bondi Di Masso, Giganti, Fabris, Marcelli, Pallavincini, and Senese. La Scherma Italiana is designed to give you a comprehensive vocabulary of the theory and practice of Italian rapier fencing as it existed in the 17th Century.
Maestro Ramón Martínez instructs you in short sequences (with the assistance of Maestro Jeannette Acosta-Martínez and Anthony De Longis), which include simple drills illustrating the techniques of La Scherma Italiana.
Disk One, the Basics of Italian Rapier, contains instruction and drills covering:
Disk Two, Applying the Knowledge, builds upon the foundation of skills presented in volume one. It incorporates more advanced fundamental principles, along with instruction and drills such as:
La Scherma Italiana, Volumes One and Two are available for US$34.95/each in DVD format or US$64.95 for the set.
Direktbestellung:
http://www.martinez-destreza.com/schermavideo.htm



La Verdadera Destreza, Volumes One and Two

This 2-volume introductory video set is designed to present the Spanish School of Swordsmanship, La Verdadera Destreza, in a simple basic comprehensible form to the modern swordsman training without a master. It will provide you with the most fundamental elements of the Spanish School of Swordsmanship so that as potential Diestros, you may practice basic skills, techniques, and drills. Based upon the texts of Spanish masters Don Jeronimo Sanchez de Carranza and Don Luis Pacheco de Narvaez, and other masters of the period, La Verdadera Destreza is a two-volume instructional guide gleaned from over twenty years of research and study of the historical Spanish treatises by Maestro Ramón Martínez.
With the assistance of Maestro Jeannette Acosta-Martinez and Anthony De Longis, Maestro Ramón Martínez teaches these skills in short, sequential lessons which include simple drills that illustrate the fundamentals of La Verdadera Destreza.
Contents of Volume 1 include instruction and drills covering:
Instruction: How to build your own Spanish Circle
Building upon the foundation of skills presented in Volume 1, contents of Volume 2 include instruction and drills covering:
Volume 1 and Volume 2 are available in DVD format for US$34.95 each or US$64.95 for the set.
Direktbestellung:
http://www.martinez-destreza.com/destrezavideo.htm

Da ich die Spanische Schule sehr schätze, ist diese DVD ist mein absoluter Liebling. Auch die Tatsache, dass diese DVD eine Anleitung zur „Herstellung“ eines Spanischen Kreises enthält (auch in Papierform) ist sehr bemerkenswert. Wer einen Eindruck davon bekommen will, was es mit dem Spanischen Kreis auf sich hat, dem sei die Highlander Folge "Duende" ans Herz gelegt. Obwohl wir uns sicher alle einig darüber sind, dass "Highlander" mit Schwertkampf wenig zutun hat sondern schlichte Schwert-Choreographie ist.

Duende Teil 1:

Duende Teil 2:


IAIDO MUSO SHINDEN RYU und JODO SHINTO MUSO RYU

Das Paket enthält die beiden DVDs: MUSO SHINDEN RYU - IAIDO - ISBN13: 987-3-939703-25-9 und JODO SHINTO MUSO RYU - ISBN13: 987-3-939703-26-6. Die DVDs wurden in Frankreich produziert und haben daher ein französisches Cover und zu Beginn jeder einzelnen DVD laufen ganz kurz einige einführende Worte in französisch. Dieser Text findet sich auf dem zu jeder DVD gehörenden Beiblatt auch in Deutscher Übersetzung.
Persönlich bin ich von der Iaido DVD weniger begeistert. Da habe ich schon weitaus saubere Ausführungen gesehen. Die Jodo DVD ist deutlich besser.
2 DVD im Paket von Jaff Raji
EUR 82,00


Koryu Iaido mit dem leider viel zu früh verstorbenen Sensei Sagawa Hakuo, 9. Dan Iaido Hanshi, 8. Dan Kendo Kyoshi.

Diese DVD, die ursprünglich als VHS Kassette produziert wurde, ist leider nur unter der Hand oder auf dem “Schwarzmarkt” zu bekommen und wird von einigen der „alten Schüler“ eifersüchtig gehütet. Dafür ist dies aber das Beste was jemals an Iaido Lehrmaterial produziert wurde. Noch nie habe ich so exakte, feine und kraftvolle Techniken gesehen. So sieht Iaido und Schwertbeherrschung aus! Sagawa Sensei zeigt hier in absoluter Perfektion, zusammen mit seinen in weißen Overalls agierenden Schülern, wie die Koryu der drei Stufen Omori Ryū, Hasegawa Eishin Ryū, sowie Okuden des Muso Shinden Ryu praktisch auszuführen und zu verstehen sind.
Hakuo Sagawa Sensei starb im Alter von 87 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit am 16. Dez. 2004 in Tokio. Sein Andenken bleibt unvergessen!



Tachi Uchi no Kurai – Muso Jikiden Eishin Ryu Version mit Masayuki Shimabukuro
Eine der ganz seltenen (wenn nicht die einzige) DVDs zum Thema „Tachi Uchi no Kurai“. Dass es sich hier „nur“ um die Jikiden Variante handelt spielt keine Rolle, denn das Gezeigte ist sehr gut dargestellt und gut umsetzbar. Wer sich für Kumitachi interessiert kommt um diese DVD nicht herum! Die am Ende der DVD gezeigte Tameshigiri Cutting Action ist eher schwach. Auch hier ist wieder mal zu sehen, dass Kraft über Technik siegt. Eigentlich schade!

Die DVD existiert in zwei Ausgaben. Die Aktuelle von 2008, bestehend aus drei DVDs. Über diese Ausgabe kann ich leider keine Aussage treffen, da ich „nur“ die alte Version besitze und die ist wirklich sehr gut!


Dann gibt es noch die „alte von 1995. Dies ist DVD Nr. 5 aus einem Set von 7 DVDs:

Samurai Sword (Volume 5)
featuring Masayuki Shimabukuro and Leonard J. Pellman © 1995
Volume 5 presents detailed instruction in the performance of the ten Tachi-uchi no Kurai of Eishin-Ryu. These are partner exercises (often called katachi) for practicing the attack-and-defense techniques embodied in the waza in Volumes 1 through 4. The katachi are performed with bokken (wooden swords) to develop the technique, timing and footwork needed to defend against full-speed, full-power attacks, and are shown actual speed, as well as slow-motion, from different camera angles, so all details can be observed and practiced.
US$19.95
Direktbestellung:
http://web-dojo.org/iai_vid.html

Wird fortgesetzt!