Freitag, 30. Dezember 2011

明けましておめでとうございます


Nigihayami Kohakunushi (Haku) aus "Chihiros Reise ins Zauberland (千と千尋の神隠し)" 

Werter Leser dieses Blog, ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben ein frohes お正月 o-shōgatsu und ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2012, das Jahr des Drachen!

 明けましておめでとうございます

Was man auch immer von Astrologie halten mag, hier einige Infos zum Jahr des Drachen:

Am 23. Januar 2012 beginnt das Jahr des Drachen 辰, genau genommen das des Wasser-Drachen 壬辰 (rénchén) und endet am 9. Februar 2013. Dann erwartet uns am 10. Februar 2013 das Jahr der (Wasser-) Schlange.

In Asien gilt der Drache traditionell als Glücksbringer! Im vergangenen Jahr des weiblichen Metall-Hasen haben wir viel darüber lernen dürfen wie wichtig es ist, in kritischen Zeiten füreinander da zu sein. Nun erwarten uns aufregende Zeiten und wir sind aufgefordert die Ärmel hochzukrempeln und ehrgeizige Projekte in Angriff zu nehmen - Aufbruchsstimmung. Der Durchbruch, von dem wir träumen, ist jetzt möglich! Wer in großen Maßstäben denkt und sich gern darstellt, hat nun Rückenwind.

Nicht kleckern, sondern klotzen ist in diesem Jahr die Devise! Im Jahr des Wasser-Drachen ist alles eine Nummer größer: Geschäfte gehen leichter von der Hand und kühne Pläne und Konzepte lassen sich jetzt besser umsetzen. Ein gutes Jahr für Geschäftsgründungen und Eheschließungen. Aber auch wenn das Jahr des Wasser-Drachen das Geldverdienen leicht macht und für Wohlstand steht, sollten wir nicht vergessen, dass unter seiner Regentschaft alles größere Ausmaße annimmt - also auch unsere Fehler und falschen Entscheidungen! Das bedeutet aber auch, dass das Jahr des Wasser-Drachen für Überraschungen sorgt: Naturkatastrophen, Unruhen und Revolten werden uns weiterhin beschäftigen. Grundsätzlich steht dieses Jahr jedoch für Glück und Wohlstand!




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Sonntag, 11. Dezember 2011

Meiji Jingu Embu

Ein wunderbarer Film steht zum freien Download zur Verfügung. Die Meijio Jingu Embu. Diesen Leckerbissen sollte man sich auf einem großen Bildschirm anschauen. Ein HD Quicktime Film mit 720p auf 355 MB (ZIP-File).



Es handelt sich um die erweiterte 7 Minuten Version die als kostenloser Download verfügbar ist.
Die Meiji Jingu Enbu wird ein einmal im Jahr neben dem Meji-Schrein in Tokyo als Vorführung der traditionellen japanischen Kampfkünste (Koryu) durchgeführt. In der Regel findet diese Embu am 3. November statt, dem japanischen Tag der Kultur (文化の日 - Bunka no Hi), der bis 1945 der Gedenktag für den Geburtstag von Kaiser Meiji war. An diesem Tag wird üblicherweise der Meiji-Schrein besucht, wofür man sich in seinen besten und teuersten Kimono kleidet.

Der Film als Direct-Download ZIP-File: Link




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Ogasawara-Ryu Kusajishi 草鹿式 Shiki

Diese traditionelle Variante der Hitotsu Mato Sharei (eine Zeremonie bei der alle Schützen auf ein gemeinsames Ziel schießen) für fünf Personen wird im Freien durchgeführt. Die Teilnehmer tragen schwere Brokat Gewändern mit sehr großen und langen Ärmeln, zwei Schwerter im Obi, Hüte und schwere Geta die an Clogs oder holländische Holzschuhe erinnern. Die verwendet Pfeile haben stumpft hölzerne Spitzen und werden im zeremoniellen, Reisha-Stil gehalten.
Das Ziel ist die Attrappe eines jungen Reh bzw. Hirsch, das in einem Rahmen aufgehängt ist. Dieses Ziel wird "Gras-Hirsch" Kusajishi (草鹿式) genannt. Der für das Ziel Verantwortliche trägt einen Stab mit einem Kopf aus weißem Papierstreifen mit dem er die Treffer anzeigt. Älter Schützen sitzen zur Linken des Ziels und teilen dem Schützen durch Zurufen mit ob der Schuss gut oder schlecht war oder rufen den Schützen zum Ziel um ihm weitere Einzelheiten mitzuteilen. Ein guter Treffer ist einer, bei dem der Pfeil den Schulterbereich des Hirsches trifft und der Pfeil dann in einer geraden Linie zurück springt. Die Distanz die der Pfeil zurück springt wird mit einem Bogen gemessen um so die Qualität des Treffers anzuzeigen.

Diese Zeremonie soll in ihrer Urform weit über 1000 Jahre alt sein. Es wird aber auch berichtet, das im Jahr 1194 Minamoto no Yoritomo, der Gründer des Kamakura-Shogunats, wegen der mangelhaften Fähigkeiten und Leistungen seiner Männer bei der Hirschjagd am Fuße des Fuji-san ein Ziel aus Hirschleder aufstellen ließ. Er befahl seinen Männern auf dieses Ziel zu schießen, damit sie ihre Fertigkeiten verbesserten. Das Ziel wurde aus einem Rehfell gemacht, das mit Gras oder Stroh gefüllt wurde. Dieses Ziel wurde ursprünglich von Bogenschützen zu Pferd als auch zu Fuß beschossen, heutzutage wird diese Schiessübung nur noch zu Fuß von den Mitgliedern der Ogasawara Ryū durchgeführt. Es existiert jedoch auch eine etwas veränderte Form dieses Gras-Hirsch Ziels das von der Heki-Ryu verwendet wurde. Hier ist der Hirsch nicht von der Seite dargestellt, sonder von vorne, so dass der Hirsch den Schützen direkt anschaut.

Eine Heki Ryu Kusajishi, in Form eines frontal aufgehängten Hirsches
im Gegensatz zur üblichen Ogasawara Ryu "Seitenansicht". 
Vor jedem Schützen befindet sich ein kleiner Erdhügel. In diesen Erdhaufen werden kleine Stöckchen gesteckt. Wenn der Schütze einen Treffer gemacht hat, steckt er einen Stock in den Sand. Der Gewinner ist dann der Schütze mit den meisten Stöckchen in seinem Erdhaufen. Jeder Schütze hat einen Assistenten, was dazu führt dass an einer solchen Zeremonie bis zu 20 Personen beteiligt sein können.


Der heute verwendete Gras-Hirsch trägt in seiner traditionellen Form 24 weiße Punkte. Die japanischen Beschriftungen auf dem Bild betreffen die Körperteile und nicht die Bedeutung der Punkte.

Die Punkte auf dem Fell haben folgende Bedeutungen:
  • Die sieben oberen Punkte repräsentieren die ‘nanayōsei’, Sonne, Mond, Mars, Merkur, Venus, Jupiter und Saturn. Diese "Sterne" geben in Japan (wie auch in vielen anderen Kulturen) den sieben Tagen der Woche ihre Namen. 
  • Die vier Punkte links repräsentieren die vier Himmelsrichtungen: Norden, Süden, Osten und Westen. 
  • Die acht Punkte die das mittlere 4-sun (12cm) ‘yachū’ umgeben entsprechen die vier Himmelsrichtungen plus den vier Nebenhimmelsrichtungen; Nordosten, Südosten, Südwesten und Nordwesten. 
  • Die vier Punkte rechts repräsentieren den vier Jahreszeiten: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. 
Wenn man die Bedeutungen der Punkte und die Art und Weise der Zeremonie betrachtet erscheit es verständlich, dass diese Zeremonie in ihre Urform eine Shinto-Zeremonie war, die schon lange vor der angeblichen Einführung durch Minamoto no Yoritomo existiert haben muss und einen eher religiösen, esoterischen Hintergrund hatte als heute. Denkbar ist auch, das dieses Ritual in der Frühzeit der Beginn der Hirschjagd-Saison war und die Jäger ihre Fertigkeit demonstrierten.

Das Ritual wird jedes Jahr im Oktober im Yasukuni Schrein, Kudan, Chiyoda-ku, in Tokyo durchgeführt.

Einige schöne Videos zum Kusajishi 草鹿式 Shiki 







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Dienstag, 29. November 2011

Kreatives Schwerttraining

Dank "kenshi247.net" habe ich die interessante Webseite (Link) von Uchikomidai und einige sehr interessante YouTube Videos (Kanal von uchikomidai) des Autors gefunden.


Wenn man allein mit Bokken oder Shinai üben will stellt sich immer wieder die Frage nach nützlichem Übungszubehör. Uchikomidai zeigt auf seiner (japanischen) Webseite die Bauanleitung und nützliche Bilder.

Die YouTube Videos sind allesamt sehenswert:

Video 1

Video 2

Video 3

Video 4

Video 5

Video 6

Video 7

Video 8



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Mittwoch, 23. November 2011

"KEN - KYU - ZEN - SHO" - Hirokazu Kosaka (Teil 2)

Der zweite Teil des Artikels über Hirokazu Kosaka ist gleichzeitig eine Fortführung meiner Artikelreihe unter dem Titel: "KEN - KYU - ZEN - SHO".

Kosaka Sensei gibt dem Begriff "Kampfkunst" und "Kampfkünstler" eine neue Perspektive. Gerade seine künstlerische Arbeit mit dem großen Pinsel, die er in sehr großen Kalligraphien und Arbeiten ausdrückt, die entgegen der oft verwendeten sitzenden Technik hier auf hängenden Papier geschaffen werden, macht ihn bemerkenswert.

Da die Kraft und der Antrieb bei den asiatischen (Kampf-)Künsten aus dem Hara kommt, ist eine Arbeit im stehen an einer an der Wand befestigten Fläche anders zu bewerten als eine die auf einer liegenden Fläche geschaffen wird. Es bedarf andere Muskelgruppen und einer anderen Koordination.

Im Jahre 2006 zeigte Hirokazu Kosaka eine Kalligraphie Vorführung als Teil der Eröffnung der Ausstellung "DRAW" des "Angels Gate Cultural Center" in Los Angeles.

Hirokazu Kosakas Sammlung von Kalligraphiepinseln. Jeder dieser Pinsel wird anders benutzt und dient einem anderen Zweck, weshalb die Pinsel auch aus unterschiedlichen Materialien hergestellt wurden.

  1. Aus den feinen Haaren im inneren eines Elefantenohres hergestellter Pinsel. Dies war der erste Pinsel Hirokazus. 
  2. Hühnerfedern vom Kopf eines chinesischen Huhns. Dieser Pinsel wird benutzt, um Blattgold aufzutragen. 
  3. Diese beiden schwarzen Pinsel wurden aus dem ersten Haars von Hirokazus Sohn hergestellt. Die meisten dieser Haare sind im Mutterleib gewachsen. 
  4. Hühnerfedern 
  5. Federn vom Schwanz des japanischen Huhns. Das Hun von dem diese Federn stammen hatte Schwanzfedern, die scheinbar 3 Meter lang waren. 
  6. Wal Barten 




Hier taucht Kosaka Sensei seinen Pinsel in die Tinte. Jeder Pinsel ist 1,5 Meter lang und wurde aus mongolischem Pferdehaar hergestellt. Diese Pinsel werden ausschließlich in Paaren verkauft. Die Haare des einen Pinsels stammen von einem Hengst und die des anderen Pinsels von einer Stute.









Das Werk ist getan!


Als Teil der Eröffnungszeremonie und der Pressekonferenz für das "Angels Gate Cultural Center" in Los Angeles führten Hirokazu Kosaka und Rick Beal vom "Los Angeles Kyudo Kai" eine Reinigungs- und Weihezeremonie durch.



Ein Pfeilständer mit Kyudo Pfeilen (Ya). Die Federn dieser Pfeile sind mit Federn in zwei verschiedenen Formen befiedert.








Mein ganz besonderer Dank gebührt Marshall Astor, der diese wundervollen Fotografien gemacht hat.
Marshalls Homepage: Link
Copyright© der Bilder: Marshall Astor.



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Dienstag, 22. November 2011

Zen-Kyudo - Hirokazu Kosaka - Der Mann mit der Maske

Rick Beal, ein befreundeter Kyudoka aus South Pasadena, Kalifornien, hat mir einige Bilder zur Verfügung gestellt die eine hier in Europa nahezu unbekannte Variante des rituellen Kyudo, gepaart mit buddistisch-shintoistischer Ritualistik und künstlerischer Performance verbindet. Vorgeführt wird diese Art des "Zen-Bogenschiessens" von Hirokazu Kosaka.

Geboren 1948 in Wakayama, Japan, lebt und arbeitet der "multidisziplinäre" Künstler Hirokazu Kosaka heute in Los Angeles, wo er als Visual Arts Director im "Japanese American Cultural and Community Center" tätig ist. Als Student an Chouinard Art Institute, wo er 1970 mit einem Bachelor of Fine Arts in Malerei abschloss, begann Kosaka die Kunst der Performance zu erforschen. Bereits als junger Künstler begann er  auch östliche Traditionen in seine Kunst einzubeziehen. Darunter Zeichnung der jahrhundertealten Tradition des Nô und des Kabuki, sein Wissen über die experimentelle Kunst der japanischen Gutai Gruppe, sowie seine eigenen Erfahrungen mit buddhistischen Gesängen und Zen-Bogenschießen.

Rick Beal

Im Jahr 1973 kehrte Kosaka nach Japan zurück, wo er drei Monate lang an einer Performance arbeitete um dann zur traditionellen 1000-Meilen Zen Pilgerreise, die auch als "Die 88 Tempel" bekannt ist, aufbrach. Nach Abschluss dieser spirituellen Pilgerreise blieb Kosaka in einem buddhistischen Kloster und wurde als buddhistischen Shigon Priester geweiht. Später kehrte er nach Los Angeles zurück, wo er begann übergroße, prozess-orientierte Kunstwerke zu erschaffen, die auf den Grundlagen basieren die er als Priester erlernte.

Heute ist Kosaka für seine großformatigen, performativen Aufführungen bekannt, die oft den öffentlichen Raum als Plattform für Tanz, Performance und bildende Kunst nutzen.

Die folgenden Bilder stammen aus dem Jahr 2008 wo Kosaka sie "Forest of Words" Ausstellung einweihte. "A Forest of Words" war eine Serie von Vorlesungen über den Ursprung und die Herkunft einiger Chinesischer Schriftzeichen. Diese Vorlesungen wurden von Kosaka Sensei und einem weiteren Lehrer aus Kyoto gehalten. Die großformatige Kalligraphie im Hintergrund wurde von Kosaka während dieser Performance erstellt und dann im Hintergrund aufgehängt um so den Rahmen für Rick Beals "Sharei" zu schaffen. Die Kalligraphie wurde am Tag nach der Vorführung von Kosaka wieder übermalt.

Ideogram of “Tree” and “Forest”
created by Hirokazu Kosaka
(Courtesy of Japanese American Cultural and Community Center)

Die Art von Kyudo die unter Kosaka Sensei gelehrt und praktiziert wird kann als eine Form der Kunst betrachtet werden. Sehr oft wird bei dieser Makiwara Sharei ein mit Konfetti gefülltes Papierkissen verwendet das vor dem Makiwara platziert wird dann "explodiert" wenn der Pfeil es durchschlägt.










Einige sehr interessante Filmbeiträge mit Kyudo-Sharei von Hirokazu Kosaka finden sich auf YouTube, wo die Filme auch herunter geladen werden können.



IMA - Indianapolis Museum of Art http://www.imamuseum.org/ Kyudo Zeremonie: Wiedereröffnung der Asiatischen Galerien des IMA Hirokazu Kosaka führt Hatsuya (der erste Pfeil) vorm eine Zen-Kyudo Zeremonie.
Link zum Film





Ein Portrait über Hirokazu Kosaka, von Julian Goldberger. Aus der Serie: "World Festival of Sacred Music" [Arts and Music]
Link zum Film



Warum trägt Hirokazu Kosaka eine Maske? 

Obwohl die Maske heute von Kosaka Sensei wie auch von Rick Beal bei den Sharei Zeremonien getragen wird, wurde sie früher nur bei den "verborgenen" Zeremonien und auch dort nur von einigen wenigen getragen. Der Ursprung des Tragens diese Maske stammt aus dem alten Japan und auch dort nur bei sehr wichtigen und esoterischen Zeremonien. Heutzutage haben einige wenige, wie Kosaka Sensei, sich dazu entschlossen diese Zeremonien der Öffentlichkeit zugänglich zumachen. Dies basiert auf der Aussage, dass es keine esoterische oder exoterische Lehre gibt, sondern nur eine Lehre die frei zugänglich für alle ist. Das Tragend er Maske basiert auf alte schamanistische Opferrituale aus denen sich dann später der Shintoismus entwickelte. Dies ist auch die Grundlage des "Kyu-Do" oder "Yumi no Michi". "Yumi no Michi" bezieht sich auf Reinigungsrituale mit Pfeil und Bogen, wie sie heute unter anderem noch bei der Geburt eines Kindes, dem Hausbau oder der Einweihung eines Dojo etc.  durchgeführt werden.

Der Zweck der Maske war es, nicht auf die Opfergaben zu atmen, da menschliche Ausscheidungen jede Art, einschließlich des Atems, als verunreinigend betrachtet wurden.
Der Gebrauch der Maske wurde später durch zwei weitere Strömungen bewahrt und weiter geführt:
Kukai / Kobo Daishi, der Gründer der buddhistische Shingon Schule verwendete die Maske für esoterische Opferrituale. Noch heute, wenn die Mönche den steinernen Kukai "füttern" tragen sie manchmal solche Masken.
Die andere Strömung die solche Masken bei esoterischen Opferungen trägt, ist die Ogasawara Familie, vor allem bei ihren Teezeremonien für die Kami oder den Kaiser.

Quellen: 
zen archery  
Nanka Kyudo Kai
Kiko(u)
Zen Man Walking









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Sonntag, 13. November 2011

Budo Delegation 2011 in Düsseldorf

Am Sonntag, den 10.11.2011 fand die "Budo Delegation 2011" in Düsseldorf im CASTELLO statt. Die Veranstaltung fand sehr großen Anklang, weshalb die Halle sehr gut gefüllt war. Es wurden verschiedene Budokünste vorgeführt. Für diese Vorführungen reisten sehr viele hoch graduierte Budokünstler und Meister aus Japan an.


Im Vorfeld fanden einige Seminare und Lehrgänge statt, z.B. ein "Budo Seminar" in der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf" und am Samstag ein Kyudoseminar mit den fünf Sensei aus Japan, organisiert vom Kyudoverein Neandertal. Das Seminar war sehr interessant, da nicht oft Gelegenheit besteht von fünf so hoch graduierten ANKF Meistern unterrichtet zu werden. Wenn ich zu einem Seminar mit solchen Lehrern gehe, mus ich wissen auf was ich mich einlasse. Da wird halt das Kyudo dieser Lehrer vermittelt und das unterscheidet sich von dem "meiner" Schule. Wenn ich das nicht will, muss ich zuhause bleiben oder schweigen. Die Teilnehmer haben viele Anregungen, Fragen und hoffentlich auch Erkenntnisse mitgenommen und wenn nicht dies, so doch zumindest ein schönes Furoshiki (風呂敷) das den Teilnehmern von den japanischen Gästen überreicht wurde.

Das Furoshiki das den Teilnehmern als Geschenk übergeben wurde
Was macht man mit einem Furoshiki:

Das Programm der Budodelegation war interessant und vielfältig.

PROGRAMMABLAUF 
  1.  Kyudo 
  2.  Shorinji Kempo 
  3.  Kendo 
  4.  Naginata 
  5.  Demonstrationskampf Kendo gegen Naginata 
  6.  Aikido 
  7.  Yagyu Shinkage Ryu Heiho Kenjutsu
     Pause 
  8.  Sumo 
  9.  Sumo zum Ausprobieren (für Kinder) 
  10.  Jukendo 
  11.  Takenouchi Ryu Jujutsu (Hinoshita toride kaizan) 
  12.  Karatedo 
  13.  Judo 
  14.  Judo zum Ausprobieren (für Kinder)
  15.  Morishige Ryu Hojutsu 



Eröffnet wurde die Veranstaltung durch eine Kyudodemonstration.






Nach dem Kyudo folgte das Shorinji Kemo






Die Kendo Vorführung wurde durch zwei Meister in Gi und Hakama eröffnet die mit Iaito Kendo Kata vorführten. Das war eher langweilig. Aber die Kendovorführung war recht spannend.



Die Naginata-Damen führten einige Kata vor und auch einige Wettkämpfe. Sehr schön!








Besonders interessant wurde es dann aber als die Kendoka und die Naginata-Damen aufeinander trafen. Eine Vorführung die einem nicht oft geboten wird. Und die jungen Damen haben eine sehr gute Leistung erbracht, da sahen die großen, starken Kendoka nicht gut aus.
















Die Yagyu Shinkage Ryu Vorführung ist für jeden "Lone Wulf and Cub" Fan ein absolutes Muss! Zumal auch noch Yagyū Kōichi Toshinobu, der 22. Soke persönlich vorgeführt hat.

















Und dann das unvermeidliche: Sumo









Sumo auch für die anwesenden Kinder- Ein netter Gedanke.





Ich muss gestehen, dass ich mir die Vorführungen nach dem Sumo geschenkt habe. Mich interessieren Judo und Karate nicht und auf Schusswaffen im Zusammenhang mit den Japanischen Kampfkünsten kann ich auch verzichten.
Im Anschluss an die Vorführungen gab es dann Workshops,Schnupperkurse und viel Zeit und Raum für Fragen.




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