Sonntag, 24. Juni 2012

Bildende Kriegskünste - Zen Kreise

Ich habe bereits eine Male auf die Verbindung zwischen Kampfkunst und Kalligraphie hingewiesen. Die Arbeit von Sifu Ray Carbullido ist ein bemerkenswertes Beispiel für die erfolgreiche Verbindung dieser beiden Künste.


Sifu Ray Carbullido begann sein Training in Guam wo er Icho Ryu Aikijujutsu und Schwertkampf unter Sensei Luis Cabral und Sensei Andrew Rania erlernte. Im Jahre 1995 zog Sifu Ray nach Hawaii und traf dort im Dragon Gate Sanctuary auf Sifu Chris der ihm die Möglichkeit eröffnete mit allen seinen Lehrern zu trainieren. Kurz danach, im Jahre 1998 wurde Sifu Ray von Sifu Chris zum offiziellen Schulleiter des Dragon Gate Sanctuary ernannt. Im Jahre 2000 zog Sifu Ray mit der Schule in den Shingon Shu Tempel in Honolulu und hat sich völlig der Aufgabe verschrieben seine Kung Fu interessierten Schülern zu unterrichten.

Sifu Ray unterrichtet auch international, z.B. nach Neuseeland, Malaysia, Indonesien, Japan, China, Peru, Kolumbien, New York, Arizona, and Kalifornien etc. um in Seminaren sein Wissen an interessierte Schüler weiter zu geben. In seiner erfolgreichen Firma "Madskill", einer kreativen Beratungsagentur verbindet er seine Kampfkunst mit der Geschäftswelt und zeigt dabei wie sich Kampfkunst in Lebenskunst verwandet. Er hat dieses Unternehmen auf den selben Grundsätzen und Philosophien aufgebaut die ihm von all seinen Lehrern vermittelt wurden. Er arbeitet kontinuierlich daran Wege zu entdecken sein Kung Fu in das Alltagsleben zu transportieren. “Wahre Meisterschaft zeigt sich man sein Wissen über seine Kunstfertigkeit in jeder Facette des Alltagslebens auszudrücken vermag.”

Eines seiner Projekte ist das der "Zen Kreise". In einem kurzen Film verdeutlicht er die Verbindung zwischen der Kunst der Kalligraphie und der Körperbeherrschung und dem Schwertkampf.

"Diese Körperarbeit entstand während ich an einem "Promo Kit" für sein Unternehmen Madskill arbeitete. Für mich war das ein entscheidender Schlüsselpunkt sowohl als Artist wie auch als Geschäftsmann. Es bot sich mir nicht nur eine neue Möglichkeit meine Fähigkeiten als Kampfkünstler an etwas das ich nie zuvor gemacht hatte zu testen und zu anzuwenden. Es war auch das erste Mal dass ich öffentlich über mein Training sprach und darüber wie es alles was ich tue beeinflusst. Bis dahin war mein Training mein Geheimnis. Warum? Nun, ich wollte mir zuerst einmal selbst beweisen dass ich all die Dinge die an mich weiter gegeben wurden wirklich verstanden hatte. Wenn ich die Prinzipien meines Trainings wirklich verstanden hatte, sollte ich auch in der Lage sein diese auf alle Aspekte meines täglichen Lebens zu übertragen ohne darüber zu sprechen ohne, Handlungen sprechen eine deutlichere Sprache als Worte. Als ich mir dies bewiesen hatte, fühlte ich es war Zeit für die nächste Phase meines Trainings, alles was ich hatte kunstfertig mit anderen zu teilen.


In meinem "Zen Circle Projekt" werden große Zen-Kreise (Enzo) mit Hilfe der Prinzipien der Kampfkunst gezeichnet. Das Projekt sollte die Beziehung zwischen Kampfkunst und anderen Kunst- und Lebensformen aufzeigen. Für mich war dies eine weitere Möglichkeit die Fertigkeiten der Kampfkunst zu demonstrieren und unter Beweis zu stellen. Ich suche immer nach Wegen mich weiter zu entwickeln so dass ich einen sinnvollen Austausch mit jeder Lebenssituation pflegen kann."

Zen Circles


Ein anderes interessantes Projekt war sein "Kung Fu Mandala" Projekt. Hier zeigt sich dass Kunst immer auch Ästhetik und Schönheit ist. Wenn wir jemanden bei den Kampfkünsten beobachten und empfinden dies nicht als ästhetisch ist es keine Kunst.


Kung Fu Mandala


Das "Dragon Gate Sanctuary of Honolulu", Hawaii ist eine internationale Kampfkunstschule die sich der Erleuchting des Kriegers durch Weisheit und Kunstfertigkeit verschrieben hat.



Link zum Dragon Gate Sanctuary






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