Samstag, 14. Juli 2012

White Rose Kyudojo


Der White Rose Kyudojo wurde 1986 gegründet und ist der älteste öffentliche Kyudo Club im Vereinigten Königreich. Seit seiner Gründung haben die Mitglieder des White Rose Kyudojo Prüfung bis hin zum Renshi und zum 6. Dan erfolgreich abgelegt. Teams und einzelne Mitglieder haben den Europäischen Stil-Preis, die "European Inter-Cities Championship" und das internationale Turnier in Miyakanojo, Japan gewonnen. Das "European Inter-Cities Championship" wurden im Jahre 1988 zum ersten Mal im White Rose Kyudojo abgehalten. Das White Rose Kyudojo ist das zentrale Dojo der "British Association for Japanese Archery (BAJA)", der ersten demokratischen Kyudo Vereinigung im Vereinigten Königreich, dessen Mitglieder die ersten drei Vorsitzenden der BAJA stellen sowie auch einen der Präsidenten der "European Kyudo Federation".

Die "Men in Black"

Im Vereinigten Königreich gibt es zwei wichtige Kyudo-Organisationen, "The United Kingdom Kyudo Association" und "The British Association for Japanese Archery (BAJA)". BAJA ist Mitglied der "Grand National Archery Society", der von der Britischen Regierung anerkannten Körperschaft für Bogenschiessen im Vereinigten Königreich welche der FITA und der "British Olympic Association" angeschlossen ist. Die BAJA war Mitglied der "Martial Arts Development Commission (MADEC)" und alle Übungsleiter des White Rose Kyudojo wurden dort lizenziert, Die "MADEC" wurde 1992 von der Sports Council Advisory Group for Martial Arts (SCAGMA) abgelöst. Schirmherr der BAJA ist der Earl Grey, dessen Familie durch die berühmte Tee-Mischung weltbekannt wurde.
Im White Rose Kyudojo wird der All Nippon Kyudo Federation (ANKF) Kyudo-Stil und die ANKF-Standardformen für Prüfung, Wettbewerbe und Zeremonien gelehrt und praktiziert. Seit seiner Gründung hat der Dojo den Austausch und die Interaktion mit anderen Kyudo-Stilen gefördert und führt anhaltende Forschungen über die Ursprünge des modernen Kyudo und die mannigfachen Arten und Formen zu den heute noch existierenden Kyudo-Stilen durch.



Ziel und Zweck des White Rose Kyudojo ist die Freundschaft und das Verständnis durch das Praktizieren von Kyudo und den Austausch von Informationen. Weiterhin werden regelmäßige wöchentliche Trainings sowie über das Jahr verteilt nationale und internationale Workshops abgehalten die dabei helfen dieses Ziel zu erreichen.

Workshop im White Rose Kyudojo

Workshop im White Rose Kyudojo

Workshop im White Rose Kyudojo

Der White Rose Kyudojo zeichnet sich ganz besonders durch seine Offenheit gegenüber allen Ryu-ha des Kyudo aus. Hier wird Shomen und Shamen geschossen, egal ob Honda, Chikurin Heki, Insaiha Heki oder Ogasawara was gerde die Workshops für jeden Kyudoka zu einer Quelle an Erfahrung und Information machen.

Ogasawara Ryu

Honda Ryu

Honda Ryu

Bishu Chikurin-ha

Die vielfältigen Forschungen und weit entwickelten Techniken und Methoden des Dojo haben unter anderem Systematiken entwickelt in denen die Einteilung der Bewegungen des Schussablaufs und der Hassetsu in 23 zeitgleiche Abschnitte unter besonderer Berücksichtigung der Atmung hervor gehoben werden. Gerade die Tatsache dass im White Rose Kyudojo der Unterschied zwischen den Schulen (Ryu-ha) und ihren Koryu und des standardisierten Seitei-Kyudo der ANKF (das es möglich macht dass Schützen verschiedener Schulen eine Art "Esperanto" des Kyudo praktizieren mit dem sie gemeinsam in einem Tachi agieren können) nicht als Unterschiede sondern als verbindende Vielfalt gesehen werden macht diese Gruppen so außergewöhnlich.

Seitei Kyudo

Symbole sind wichtig und man sollte sie kennen und verstehen! Namensgeber des "White Rose Kyudojo" war die deutsche Widerstandsgruppe "Weiße Rose" die sich dadurch auszeichnete, dass sie einen eigentlich unpolitischen Hintergrund hatte aber aus humanitären Beweggründen und einer liberal und mit Idealen wie Freiheit, Gerechtigkeit und Selbstständigkeit begründeter Lebenseinstellung agierte. Genau dieser Hintergrund formte auch den White Rose Kyudojo. Mit der Weißen Rose des Hauses York, einer der Parteien der englischen Rosenkriege (War of the Roses) hat der Name keinen direkten Zusammenhang. Jedoch besteht ein Zusammenhang mit der Tudor Rose die in vielen Britischen Insignien erscheint, manchmal weiß, manchmal rot oder blau. Die "Weiße Rose" in München benutzte kein Symbol weshalb bei dem Entwarf des Mon des White Rose Kyudojo die Tudor Rose benutzt wurde da diese mit Heinrich VIII. (England) assoziiert wird der ein besgeiterter Bogenschütze war und in unmittelbarer Nähe des Dojo, in Eltham Palace aufwuchs und dort von dem bekannten Bogen-Meister Roger Ascham das Bogenschiessen lernte. Roger Asham schrieb ein sehr bemerkenswertes Buch über das Bogenschiessen (Toxophilus, Edward Whitchurch (1545). Toxophilus, der "Freund des Schießens", führt darin einen Dialog mit Philosophos, dem Freund der Weisheit.) das von seinem Stiel und Inhalt her auch Kyudo beahndeln könnte. Das Buch ist online verfügbar: Link. Das endgültige Design des Rosen-Mon wurde von einer Japanischen Designstudentin die im Dojo trainierte gestaltet.


Mein Dank gilt den Mitgliedern des "White Rose Kyudojo" die freundlicherweise einige der verwendeten Bilder zur Verfügung gestellt haben. Die Bilder unterliegen dem Copyright des Dojo.


Kontakt:
The Eric Liddell Centre
Eltham College
Mottingham Lane
London SE9 4QF
United Kingdom

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