Montag, 27. August 2012

Neue Seminare

Der Hakushinkai Düsseldorf veranstaltet auch dieses Jahr wieder seinen Tachi Uchi no Kurai Lehrgang am 29. und 30. September 2012 in Düsseldorf.



Der Löwen Dojo Braunschweig e.V. organisiert zwei sehr interessante Seminare:


2. Iaido/Jodo Seminar mit Yoshimura Sensei und René van Amersfoort Sensei 



Und später im Dezember, organisiert vom NIaiB e.V. ein Tachi Uchi no Kurai Seminar mit Jock Hopson Sensei und Louis Vitalis Sensei.




 Viel Spaß!


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Samstag, 25. August 2012

石打 - Ishiuchi & 瓢箪 - hyôtan

Die am meisten geschätzten Federn für die Befiederung japanischer Pfeile sind die Ishiuchi (石打). Diese Federn werden ihrer Widerstandkraft und Haltbarkeit wegen geschätzt. In Japan werden diese Federn auch "Steinschläger" (石打) genannt, weil dies die Schwanzfedern sind die beim schreiten der Vögel auf den steinigen Untergrund (石) schlagen (打). Die Enden dieser Federn haben eine natürliche Kurve die sich beim Abschuss leicht gegen die yazurido (Rattanbindung am Bogen) drückt und dann in ihre ursprüngliche Form zurück schnellen. Aus diesem Grund nutzen sich diese Federn auch nicht so ab wie Federn die zurecht geschnitten wurden. Die Schnittkante nutzt sich sehr schnell ab wenn sie an der yazurido vorbei gleitet.



Da Ichiuchi 石打 zum einen selten und zum anderen die am halbarsten Federn und weiterhin auch die schönsten Federn sind, sind dies die teuersten Federn, sofern sie von einem Raubvogel stammen.
Makino Sensei sate einmal, dass man drei Vögel braucht um ein Paar Pfeile zu befiedern. Denn die Ishiuchi sind die äußeren Schwanzfedern. Da man sechs Schwanzfedern für zwei Pfeile benötigt und jeder Vogel nur zwei davon besitzt, werden drei Vögel benötigt.
Die Ishiuchi sind die beiden äußeren Schwanzfedern. Die das qualitativ nächstbeste Paar Schwanzfedern wird "ko-ishiuchi'" und das darauf folgende Paar "ô-ishiuchi" genannt.



Aus dem the Buyô Benryaku (1684)


Eine andere sehr beliebte Federform ist die Hyôtan (瓢箪) Form. Hyôtan bedeutet Kürbis bzw. Flaschenkürbis oder Kalebasse.



Das Besondere an diesen Federn ist zum einen ihre Form und zum anderen, dass auch sie unbeschnitten in ihrer natürlichen Form belassen werden. Normalerweise werden bei den Hand-  und Armschwingen die Innenfahnen 'Hiraki' benutz. Bei den Hyôtan handelt es sich aber um die Außenfahnen 'Kaikata' die eine deutlichere Kurvenform aufweisen. Benutzt man diesen mehr geschwungenen Teil der Feder so kann man daraus einen Pfeil mit Federn in der Hyôtan-Form herstellen.




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